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Ministerin kündigt Neuregelung für Kopfnoten an

DÜSSELDORF Die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer (CDU) will in „allernächster Zeit“ eine Neuregelung für die Kopfnoten auf den Zeugnissen vorlegen.

Ministerin kündigt Neuregelung für Kopfnoten an

NRW-Schulministerin Barbara Sommer will dafür sorgen, dass sich die Pannen aus den Abiturprüfungen im letzten Jahr dieses Mal nicht wiederholen.

„Wir haben ja gesagt, wir werden das nach den Sommerferien anpacken. Jetzt ist die Zeit gekommen“, sagte sie am Freitag in Düsseldorf. Sommer ließ aber offen, ob die Zahl der Noten für das Arbeits- und Sozialverhalten, wie vom Koalitionspartner FDP angeregt, von sechs auf drei reduziert werden soll. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte erneut, die Kopfnoten ganz zu streichen. Die Noten waren im vergangenen Schuljahr erstmals vergeben worden.

Sommer äußerte sich bei der Eröffnung einer Plakataktion. Die Ministerin wies den Vorwurf zurück, die Durchlässigkeit des nordrhein-westfälischen Schulsystems sei seit Antritt der CDU/FDP- Koalition geringer geworden. „Wir liegen über den Werten von vor dem Regierungswechsel“, sagte sie.

Laut amtlicher Schulstatistik ist die Zahl der Schüler, die aus der Haupt- und Realschule den Aufstieg auf eine höhere Schule geschafft haben, im vergangenen Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr waren dies 1429 Schüler, 164 weniger als im Schuljahr 2006/2007. Insgesamt wurden Haupt- und Realschulen von 580000 Jugendliche besucht. Der Anteil der „Schulaufsteiger“ betrug damit, wie in den Jahren zuvor, weniger als 0,2 Prozent. Vom Gymnasium oder der Realschule zurückgeschickt wurden knapp 14500 Schüler.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) forderte die Landesregierung auf, die Abwanderung von Lehrern aus Nordrhein- Westfalen insbesondere nach Hessen zu stoppen. Sie würden mit besseren Einstellungsbedingungen ins Nachbarland Hessen gelockt. Hessen hatte zum neuen Schuljahr 234 Lehrer aus anderen Bundesländern eingestellt, viele davon aus Nordrhein-Westfalen. „Die Landesregierung hat nichts unternommen, um diese Kollegen zu halten, obwohl sie hier dringend gebraucht werden„, sagte der VBE- Landesvorsitzende Udo Beckmann.

Sommer nannte die Abwanderung von Lehrern in benachbarte Bundesländer Einzelfälle. „Wir bekommen auch eine Menge von Lehrern, die in anderen Bundesländern keine Möglichkeit haben, Lehrer zu werden.“ Sie erwies auf die Werbekampagne des Landes für den Lehrerberuf und das Programm für Seiteneinsteiger. Das seien wichtige Bausteine, um den Lehrermangel, den es seit vielen Jahren gebe, zu beheben. Die Landes-CDU will bei Aktion unter anderem landesweit 10000 Plakate kleben, mit denen auf die Einstellung von 5000 zusätzlichen Lehrern seit dem Regierungswechsel hingewiesen wird.

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