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Miriam Zell ist Deutsche Vizemeisterin

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GAHLEN Miriam Zell fehlte am Sonntag gerade mal eine Sekunde zum deutschen Meistertitel. Trotzdem strahlte die Ponyreiterin vom RV Lippe-Bruch Gahlen übers ganze Gesicht, denn gewonnen hatte den Titel ihre beste Freundin.

15.08.2010
Miriam Zell ist Deutsche Vizemeisterin

Miriam Zell und Wombel lieferten in Aachen eine Topleistung.

Laura Klaphake vom Landesverband Weser-Ems hatte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in der Aachener Soers nach drei Wertungsürfungen ganze vier Fehlerpunkte auf dem Konto. Genau wie Miriam Zell. Ein Stechen musste deshalb über den Titel entscheiden. Miriam und Wombel oder Laura und Jerome – wer würde am Ende den Titel gewinnen? Den beiden Mädchen war‘s egal. Im deutschen EM-Team hatten sie gemeinsam Gold gewonnen. „Vorm Stechen haben sie geflachst, sie würden sich beide vom Pferd fallen lassen, um beide Deutsche Meisterin zu werden“, erzählte Vater Torsten Zell, wie die jungen Reiterinnen sich vor dem letzten udn entscheidenden Durchgang umarmten und sich gegenseitig Glück wünschten. Miriam Zell musste als Erste ran, hatte also die taktisch schlechtere Ausgangslage. Im Spagat zwischen Sicherheit und Tempo legte sie einen fehlerfreien Ritt hin. Doch Laura Klaphake war anschließend eine Sekunde schneller und wurde Deutsche Meisterin.

Von Trauer war im Hause Zell jedoch keine Spur. Torsten Zell war nach den Titelkämpfen spürbar bewegt. Sein besonderer Dank galt dem 16-jährigen Wombel: „Was dieses Pony für meine beiden Töchter getan hat, ist sensationell. Er ist einfach ein Ausnahmepony und hat auch in Aachen eine sensationelle Runde nach der anderen hingelegt.“ Wombel werde deshalb beim großen Turnier des RV Lippe-Bruch Gahlen im Januar 2011 ehrenvoll verabschiedet. „Er wird wohl keinen neuen Besitzer bekommen. Er hat es verdient“, war Torsten Zell gerührt.

Eine Schrecksekunde hatte er am Sonntagnachmittag erleben müssen, als Tochter Carolin im Finale der Jungen Reiter gestürzt war. Schon beim Abreiten war bei strömendem Regen abzusehen, dass es eine äußerst rutschige Angelegenheit werden würde. Im Parcours zeigte Stute Nuhreste dann zwar eine starke leistung, für Carolin Zell gab es aber im Sattel einfach keinen Halt mehr. Trotz Schulterprellung und schmerzenden Ellenbogens war aber auch sie zufrieden. „Das Erreichen des Finales war schon ein Superergebnis“, freute sich Torsten Zell auch über dieses Ergebnis.

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