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Missbrauch: Bewährungsstrafe plus Sexualtherapie

BOCHUM Ein 49-jähriger Mann aus dem Bochumer Norden ist am Freitag wegen sexuellen Kindesmissbrauchs zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss sich der Angeklagte einer Sexualtherapie unterziehen. Der Bochumer hatte im Prozess ein weitgehendes Geständnis abgelegt.

von von Jörn Hartwich

, 29.08.2008

Der wegen Exhibitionismus vorbestrafte Angeklagte hatte sich gezielt an Spielplätzen, in Schwimmbädern und Saunen aufgehalten, um Kontakt zu jungen Mädchen zu bekommen. Anschließend überredete er sie, ihn in seine Wohnung zu begleiten. Dort zog er den Kindern unter anderem Reizwäsche an, machte Fotos und Filme. Außerdem mussten die Mädchen ihn sexuell befriedigen. Um die Taten geheim zu halten, soll der 49-Jährige sie außerdem bedroht haben.

Im Prozess vor der 3. Strafkammer ging es vor allem um die Frage, ob dem Angeklagten noch eine Bewährungschance eingeräumt werden kann. Die Staatsanwältin hatte das verneint und eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten beantragt. Die Richter honorierten am Ende aber vor allem das Geständnis des Angeklagten, das den psychisch zum Teil schwer leidenden Mädchen die Aussagen vor Gericht ersparte. Außerdem würde die Allgemeinheit in Zukunft besser geschützt, wenn der Angeklagte therapiert werde.