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Missstände im Stadtteil: Lanstroper sind frustriert

LANSTROP Der angestaute Frust der Lanstroper über Einbrüche, Zerstörungen und Vandalismus, Missstände in der Siedlung und die Defizite in der Nahversorgung entlud sich in der Krisensitzung im AWO-Treff.

von Von Uwe Brodersen

, 13.08.2008
Missstände im Stadtteil: Lanstroper sind frustriert

Graffiti, Sachbeschädigungen und Einbrüche machen den Lanstropern das Leben schwer.

So berichtete Gerhard Niemeyer, 1. Vorsitzender der AG Lanstroper Gemeinsamkeit, von Diebstählen von Sportgeräten aus der Turnhalle, eingeschlagenen oder sogar eingeschossenen Fensterscheiben, alkoholisierten und herumpöbelnden Leuten im Park. Sein Fazit: „Die Bürger haben Angst.“

Es dauere oft über eine Stunde, bevor ein Streifenwagen der Polizei vor Ort sei. Klaus Biercher, Leiter der Polizeiwache Scharnhorst, rechtfertigte dies mit den begrenzten Einsatzkräften: „Wenn wir an einem Freitagnachmittag zehn Verkehrsunfälle haben, müssen erst einmal diese abgearbeitet werden, bevor wir uns einem Fall zu wenden können, wo jemand im Park pinkelt.“ Im Übrigen sei Lanstrop ein sicherer, in der Kriminalitätsstatistik unauffälliger Vorort. Biercher appellierte an die Bürger, seinen Beamten Hinweise auf Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten zu geben und sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen.

Der Farbanstrich für das „Lanstroper Ei“ – so wünschenswert er auch sei – interessiere viele Bewohner der ehemaligen LEG-Siedlung, die heute der Firma Centerplan gehört, überhaupt nicht, schilderte Mieterbeiratsvorsitzender Peter Wiederstein. Sie hätten seit 40 Jahren keinen Farbanstrich ihrer Häuser gesehen, müssten mit gesundheitsgefährdendem Schimmelpilz und unfallträchtigen „Buckelpisten“ vor den Häusern leben. Der Leerstand an Wohnungen betrage schon über 25 Prozent. Dem Hinweis der Politiker, dass sie nicht ins Privateigentum eingreifen könnten, hielt Wiederstein entgegen, dass z.B. das Bauordnungsamt Centerplan Auflagen machen könnte. Die Vereinsvertreter machten deutlich, dass mit dem Warten auf eine neue Ladenzeile endlich Schluss sein müsse. Die Hinhaltetaktik dürfe nicht länger hingenommen werden. Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny betonte, dass ein Discounter gegenüber dem leerstehenden Edeka gebaut werden solle. Bisher könne Plus die Preise diktieren. Die Verlegung des Spielplatzes bezahle der Investor 

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