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Mit 170 durch die 70er Zone

Berlin. Tausende Male hat der Blitzer ausgelöst - und sicher das ein oder andere unvorteilhafte Foto geknipst. Mit Blitzmarathons in vielen Bundesländern hat die Polizei wieder viele Raser gestellt.

Mit 170 durch die 70er Zone

Im Sucher einer Laserpistole der Polizei wird die Entfernung eines entgegenkommenden Fahrzeugs (312 Meter, oben) und die Geschwindigkeit von 75 Stundenkilometern angezeigt. Foto: Matthias Balk

Mit einem Blitzmarathon hat die Polizei in mehreren Bundesländern wieder zahlreiche Raser erwischt. Die Kameras lösten am Mittwoch tausendfach aus.

Polizisten waren unter anderem in Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg im Einsatz, um die Geschwindigkeit von Autos zu messen. In Hessen etwa wurde ein Autofahrer mit 170 Kilometern pro Stunde in der 70er-Zone ertappt, in Brandenburg raste einer mit Tempo 157 über eine Autobahn-Baustelle, an der nur 60 km/h erlaubt waren.

Mit der Aktion will die Polizei das Bewusstsein für Gefahrenstellen stärken. 2017 waren Zehntausende Temposünder ertappt worden, obwohl - wie auch in diesem Jahr - zahlreiche Kontrollpunkte schon vorab von der Polizei veröffentlicht worden waren. In einigen Bundesländern heißen die Kontrollen „Speedmarathons“.

In Bayern war die Polizei mit rund 1.900 Polizisten im Einsatz, um Raser aus dem Verkehr zu ziehen. Sie blitzten an etwa 2.000 Stellen. In Thüringen waren die Beamten auf einigen Autobahnen mit einem Videowagen unterwegs. In Hamburg wurden insgesamt mehr als 2000 Raser gezählt. Dort raste einer mit Tempo 124 über einen Autobahnzubringer. Erlaubt waren 40 km/h. 2.222 Fahrer mit Bleifuß hat die Polizei im Saarland erwischt, in Brandenburg waren es knapp 7.000.

Das Thema Raser steht auch bei der Verkehrsministerkonferenz, die am Donnerstag in Nürnberg beginnen sollte, auf dem Zettel. Die Bundesländer setzen sich für höhere Bußgelder für Raser, Drängler und Falschparker ein, die mit ihrem Verhalten andere in Gefahr bringen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorlag. Demnach verlangen die Länder von der Bundesregierung, dass entsprechende Verstöße „empfindlich sanktioniert werden“. Ziel solle sein, „die erforderliche abschreckende Wirkung der Sanktionen zu entfalten“.

Den ersten Blitzmarathon hatte es 2012 in Nordrhein-Westfalen gegeben. Das Land setzte beim diesjährigen Blitzermarathon allerdings aus - unter der schwarz-gelben Regierung soll es keine Blitzmarathons mehr geben. „Das Thema ist durch“, hatte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) der „Westdeutschen Zeitung“ gesagt.

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