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Mit Abriss fällt Lärmschutz

HARPEN 2002 hat die Stadt das Rosenberg-Bad geschlossen. Das Gelände ist inzwischen verwildert, das Gebäude steht aber noch – und erfüllt einen bislang eher unterschätzen Nutzen, der erst jetzt erkennbar wird, wo die Stadt den Bau abreißen will: Er dient als Schallschutz gegen den Lärm der angrenzen Autobahn A43.

von von Joachim Stöwer

, 19.10.2007

Was also tun für die Ruhe der Nachbarschaft? Ein Lärmschutzwall muss her, forderte die Koalition, und das möglichst schnell – aber nicht unberlegt. Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Grundstücke sprach sich für einen Prüfauftrag aus, an dessen Ergebnis sich die künftige Beratung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr orientieren soll. Eventuelle müssen Haushaltsmittel außerplanmäßig bereit gestellt oder in die Haushaltsberatungen für 2008 in den Etat eingestellt werden.

Wer trägt die Kosten

Möglich auch, dass passiver Schallschutz für die Häuser in Frage kommt – „hier müssen wir auch die Frage der Kostenträger prüfen“, ergänzte Wirtschaftsförderungsdezernent Paul Aschenbrenner. Dazu könnte auch das Land als Straßenbauträger der Autobahn herangezogen werden.

Rund 450 000 Euro wird der Abriss des Bad-Gebäudes kosten – und er scheint dringlich. Zwar ist der Flachbau inzwischen gesichert, aber in den letzten Wochen haben sich Kinder auf dem Dach herumgetrieben – Gudrun Goldschmidt: „Das ist ein richtiger Abenteuer-Spielplatz.“ Leider mit Gefahr für Leib und Leben verbunden, weshalb auch schon die Feuerwehr gerufen wurde.

Röhrt Ikea-Elch?

Noch ist unklar, was aus dem verwilderten Gelände werden soll; ein möglicher Investor ist jedenfalls noch nicht in Sicht, auch wenn Günter Gleising (Soziale Liste) schon den IKea-Elch dort röhren hört.

Gleising kritisiert außerdem, dass in der Sitzung zwar über den Eilantrag der Koalition abgestimmt wurde und der Abriss beschlossene Sache zu sein scheint, seine Anfrage über eine mögliche Wiedereröffnung des Nordbades von der Verwaltung hingegen noch unbeantwortet blieb. Die scheint aber aus Kostengründen wohl kaum wahrscheinlich. Da müsste man schon völlig neu bauen. Sportausschussvorsitzender  Wolfgang Horneck: „Der Zug ist abgefahren.“