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Mitarbeiter in der Industrie besonders ideenreich

Köln/Frankfurt/Main (dpa/tmn) Mitarbeiter in der Industrie haben besonders viele Ideen, wie ihr Unternehmen Geld sparen kann. Jeder Dritte von ihnen machte im Jahr 2007 Vorschläge, um Produkte und Arbeitsabläufe im Betrieb zu verbessern.

Das teilt das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln unter Berufung auf eine Studie vom Deutschen Institut für Betriebswirtschaft (dib) in Frankfurt mit. Die Mitarbeiter der befragten 290 Firmen machten rund 1,4 Millionen Vorschläge, von denen 65 Prozent auch verwirklicht wurden. Dadurch konnten die Unternehmen knapp 1,5 Millionen Euro sparen.

Insgesamt sind Mitarbeiter in Deutschland mittlerweile weniger zurückhaltend, was eigene Ideen betrifft: Im Jahr 2007 wurden pro 100 Mitarbeiter 72 Ideen eingereicht, 2006 waren es noch 64. Ob die Angestellten konstruktiv mitdenken, hängt laut dib aber auch von der Branche ab. In Behörden machte nur etwa jeder 14. Mitarbeiter einen Vorschlag. Am geringsten fiel die Quote mit nur drei Vorschlägen pro 100 Mitarbeiter in Krankenhäusern aus.

Dabei zahlen sich eingebrachte Ideen für die Arbeitnehmer finanziell aus: Je durchgesetztem Vorschlag erhielten die Angestellten in den befragten Unternehmen etwa 180 Euro, das Unternehmen sparte durch jeden Vorschlag 684 Euro. Würden alle Unternehmen in Deutschland mit ihren rund 35 Millionen Mitarbeitern Ideenmanagement einführen, ergäbe sich daraus für die deutsche Wirtschaft ein geschätzter Nutzen von mehr als 24 Milliarden Euro, so die Hochrechnung des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft.

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