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Nach Drogerie-Pleite

Mitarbeiter von IhrPlatz und Schlecker XL müssen bangen

Ulm Die Hängepartie nach der Schlecker-Pleite zieht sich in die Länge: Die rund 5000 Mitarbeiter aus den insgesamt gut 800 Filialen bei IhrPlatz und Schlecker XL haben weiter keine Klarheit über ihre Zukunft.

Mitarbeiter von IhrPlatz und Schlecker XL müssen bangen

Die Verhandlungen für die letzten zukunftsträchtigen Teile des insolventen Schlecker-Imperiums bleiben ein Drahtseilakt. Das Schicksal von IhrPlatz und Schlecker XL ist weiter unklar. Foto: Friso Gentsch

Zwar stellten die Schlecker-Gläubiger am Mittwoch die letzten Weichen für den Einstieg des Münchner Investors Dubag, der IhrPlatz übernehmen und Schlecker XL dort eingliedern will. Doch das ist nur eine formale Voraussetzung für das Dubag-Engagement, dessen Pläne immer noch nicht unter Dach und Fach gebracht sind.

Das in Ulm tagende Gläubigergremium einigte sich einem Sprecher zufolge auf den Beschluss zur «Betriebsfortführung zum Zweck einer Planinsolvenz», wie es im Juristendeutsch heißt. Damit ist der Einstieg eines Investors möglich - aber nicht beschlossen.

Dubag will nach eigenem Bekunden die 490 IhrPlatz-Filialen und die 342 XL-Märkte übernehmen. Diese beiden früheren Teile des insolventen Schlecker-Reiches haben - anders als das Mutterunternehmen Schlecker - eine Zukunftschance. Dort arbeiten noch rund 5000 Mitarbeiter.

Sie können allerdings auch nach dem Beschluss der Gläubiger noch immer nicht endgültig aufatmen, weil der nötige Vertrag zur Übernahme von IhrPlatz und Schlecker XL nach wie vor nicht unter Dach und Fach ist, wie Sprecher der Beteiligten übereinstimmend berichteten. Wann die Unterzeichnung erfolgen könnte, stehe nicht fest.

Verhandlungskreise sagten der Nachrichtenagentur dpa, dass es im Vergleich zum Dienstag zumindest keine Rückschritte gegeben habe. An diesem Tag war bereits die Fortführung der XL-Märkte beschlossen worden. Am Mittwoch folgte ein gleicher Beschluss für IhrPlatz, womit für Dubag nun bei beiden Teilen der Weg für den Einstieg geebnet ist.

In aller Regel müssen bei Vertragsverhandlungen, wie sie aktuell zwischen dem Insolvenzverwalter, einem Investor und den Gläubigern laufen, viele Details zum geplanten Einstieg auf den Tisch. Dazu zählt neben einem klaren betriebswirtschaftlichen Konzept für die Fortführung der Firma auch eine umfangreiche Liquiditätsplanung.

Und nicht zuletzt geht es natürlich um die Summe, die einem Investor ein Einstieg wert ist. Sie hängt wiederum an diversen Details - etwa am Wert der Lagerbestände, an Immobilien- und Einrichtungsgegenständen und der Personalstruktur. Die Kardinalfrage ist dabei stets, ob die Gläubiger mit einer Unternehmensfortführung - und damit dem Erhalt von Jobs - ähnlich gut fahren wie bei einer Abwicklung des Betriebes und der Versilberung aller Restwerte.

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