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Mittelständler setzen zu wenig auf Innovationen

Frankfurt/Main. Zu wenig Ideen und keine Notwendigkeit gesehen: Um die Innovationskraft von mittelständischen Unternehmen in Deutschland ist es einer Studie zufolge nicht allzu gut bestellt.

Mittelständler setzen zu wenig auf Innovationen

Vor allem kleinere Firmen mit weniger als fünf Beschäftigten verabschieden sich der Studie der KfW zufolge zunehmend aus der Innovationstätigkeit. Foto: Frank Rumpenhorst

In Deutschland setzen einer Studie zufolge zu wenig Mittelständler auf Innovationen. Zwar stieg zuletzt die Zahl der Firmen, die in neuartige Produkte oder Prozesse investierten, wie eine Studie der staatlichen Förderbank KfW zeigt.

Doch der Anteil der innovativen Unternehmen am Mittelstand sei mit 27 Prozent von seinem Höchststand von 42 Prozent in den Jahren 2004/2006 weit entfernt.

„Für die deutsche Wirtschaft und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit sind dies keine guten Nachrichten - schließlich spielen Innovationen eine große Rolle für Beschäftigung, Rendite, Umsatz und Produktivität“, argumentierte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Die Zahl der innovativen kleineren und mittleren Firmen stieg den Angaben zufolge in den Jahren 2014/2016 gegenüber der Periode 2013/2015 um gut 200.000 auf rund eine Million. Die Summe, die die Unternehmen für Marktneuheiten oder die Übernahme von Erfindungen und Ideen von Wettbewerbern ausgaben, sank 2016 allerdings auf 32,2 Milliarden Euro (2015: 36,7 Mrd.).

Als Grund für die Zurückhaltung nannte die Mehrheit (54 Prozent) der nicht-innovativen Firmen, dass es derzeit keine Notwenigkeit für neuartige Produkte oder Prozesse gebe und diese auch keinen Nutzen brächten. Jedem fünften Unternehmen (20 Prozent) mangelt es nach eigenen Angaben zudem an Ideen. Gründe könnten der KfW zufolge mangelndes Fachwissen und fehlende Kompetenzen der Belegschaft sein.

Die gute Geschäftslage vieler Unternehmen könne zudem den Innovationsdruck mindern. Hinzu komme die seit geraumer Zeit sinkende Zahl von Firmengründern, so die KfW. Junge Unternehmen sind den Angaben zufolge häufig innovativer als ältere.

Vor allem kleinere Firmen mit weniger als fünf Beschäftigten verabschieden sich der Studie zufolge zunehmend aus der Innovationstätigkeit. Rund 80 Prozent aller Mittelständler fallen in diese Größenklasse. Insbesondere unter Dienstleistern und im Baugewerbe gebe es weniger innovative Unternehmen. Zum Mittelstand zählt die KfW Unternehmen in Deutschland, deren Jahresumsatz 500 Millionen Euro nicht übersteigt.

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