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Mönchengladbach macht Bremer Fehlstart perfekt

Mönchengladbach (dpa) Nach dem schlechtesten Saisonstart in die Fußball-Bundesliga seit neun Jahren hängt bei Werder Bremen der Haussegen mächtig schief.

Mönchengladbach macht Bremer Fehlstart perfekt

Bremens Olympionike Diego konnte auch gegen Ndjeng (l) nicht genug Akzente setzen.

«Die Art und Weise wie wir aufgetreten sind, ist schlimmer als die verlorenen drei Punkte», schimpfte Sportdirektor Klaus Allofs nach der 2:3 (0:2)-Niederlage beim Aufsteiger Borussia Mönchengladbach. Nur zwei Punkte aus drei Spielen - angesichts dieser desolaten Ausbeute kündigte Allofs Konsequenzen an: «Auf unsere Profis warten unruhige Tage.» Neue Spieler sollen kurzfristig aber nicht verpflichtet werden. «Wir werden bis zum Transferschluss keinen Spieler mehr kaufen», sagte Allofs.

Auch als der lange vermisste Hoffnungsträger Diego ein einziges Mal seine Klasse aufblitzen ließ, war der Fehlstart des Titelmitfavoriten von der Weser schon nahezu besiegelt. «Das war ein richtiger Schuss vor den Bug, so darf man sich nicht präsentieren», wetterte Allofs. Diego, der erst vor einer Woche mit Brasilien beim olympischen Fußballturnier die Bronzemedaille gewann, konnte nicht die erwarteten Akzente setzen und lediglich in der 89. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß den Treffer zum Endstand erzielen.

Während die Norddeutschen über weite Strecken desolat auftraten, feierte Gladbach nach dem Bundesliga-Aufstieg sein erstes Erfolgserlebnis und wähnt sich im Oberhaus angekommen. «Die Saison geht jetzt erst richtig los», sagte Karim Matmour, der in der 12. Minute den Torreigen eröffnete.

Im mit 54 067 Zuschauern ausverkauften Borussia-Park erzielten Rob Friend (30.) und Alexander Baumjohann (71.) die weiteren Treffer für die Hausherren, die die Spielzeit mit zwei Niederlagen begonnen hatten. Für Werder traf neben Diego, der in der kommenden Woche allerdings schon wieder für sein Nationalteam in der WM-Qualifikation beschäftigt ist, noch Rückkehrer Claudio Pizarro (79.). «Wir haben einfach einen großen Mist gespielt und sind zu spät aufgewacht», fand Bremens Nationalspieler Clemens Fritz deutliche Worte für das enttäuschende Auftreten der Werder-Elf.

Ohne Ideen und den nötigen Biss in den Zweikämpfen stand Werder von Beginn an auf verlorenem Posten. «Keiner darf glauben, dass es nur mit der Rückkehr von Diego von alleine läuft», sagte Kapitän Frank Baumann, der bereits zur Pause für Mesut Özil ausgewechselt wurde. Mit Offensivspieler Özil agierten die Gäste zwar etwas strukturierter, leisteten sich aber weiter viele Fehler, die auch die Defensivschwächen des Vorjahres-Zweiten offen legten. «Gladbach spielte energisch, kampfbetont, aggressiv und einsatzfreudig. Alle diese Dinge haben uns gefehlt», resümierte Trainer Thomas Schaaf.

Als die Bremer ihre Wunden leckten, sah Gladbachs Coach Jos Luhukay keinen Grund, die neu entfachte Euphorie zu stoppen. «Im Vorjahr haben wir nach Erfolgen auch unser gutes Niveau beibehalten», meinte der Niederländer, der seine Mannschaft auf gleich fünf Positionen änderte, die Abwehr auf eine Dreierkette umstellte und erstmals den 21 Jahre alten Torschützen Baumjohann in der Startelf brachte.

«Die Taktik ging auf, für jedes System ist aber immer entscheidend, dass die Zweikämpfe gewonnen werden», sagte Luhukay, dessen Risiko mit dem ersten Schritt zum angepeilten Klassenverbleib belohnt wurde. Mit Leidenschaft, Übersicht und gut heraus gespielten Toren wurde der Fehlstart vermieden, den die mit anderen Ansprüchen gestarteten Bremer nun zu beklagen haben.

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