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Leichtáthletik-EM

Moguenara fehlt nur ein Zentimeter

HELSINKI Weitspringerin Sosthene Moguenara belegte am Donnerstag bei der Europameisterschaft in Helsinki Platz vier und verfehlte die Bronzemedaille um die Winzigkeit eines Zentimeters.

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Esther Cremer verpasste über 400 Meter den Endlauf, ist aber noch mit der Staffel im Geschäft.

Weitspringerin Sosthene Moguenara fehlte ein Zentimeter an der Bronzemedaille.

6,66 Meter sparng die Wattenscheiderin im letzten Versuch, konnte sich damit aber nicht mehr die erhoffte Medaille sichern. Moguenara sprang eine konstante Serie, nur der zweite Versuch war ungültig. Mit ihrer vor wenigen Wochen in Wesel erzielten Bestweite von 6,88 Metern wäre Moguenara Europameisterin geworden.

"Keine so schöne Zeit"

Für die Deutsche 400-Meter-Meisterin Esther Cremer war am Donnerstag im Halbfinale über die Stadionrunde Endstation. Ihre Zeit von 52,77 Sekunden reichte nicht, um sich für das Finale am heutigen Freitagabend zu qualifizieren. "Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, dass keine so schöne Zeit herausgekommen ist", meinte sie unmittelbar nach dem Rennen. Cremer hätte in die Nähe ihrer Bestzeit von 51,76 Sekunden laufen müssen, um ins Finale einzuziehen.

Die Wattenscheiderin hatte sich als Vorlaufzweite für das Halbfinale qualifiziert. In 52,76 Sekunden blieb sie auch in diesem Rennen um eine Sekunden hinter ihrer Bestleistung zurück. Beim Vorlauf hatte Helsinki das typische Gesicht gezeigt. Es kühlte sich ab und regnete immer wieder. Cremer geht am Samstag mit der 4x400-Meter-Staffel des DLV an den Start und möchte in das am Sonntagabend stattfindende Finale einziehen.

Im zweiten Halbfinale über 100 Meter lief der der Dritte der Deutschen Meisterschaft, Julian Reus, 10,44 Sekunden. Das reichte zum vierten Platz. Doch nur die ersten Beiden sowie zwei Zeitschnellste erreichten das Finale. Sieger dieses Halbfinals wurde der Franzose Christophe Lemaitre, der 10,14 Sekunden lief. In der Endabrechnung belegte der Wattenscheider den 14. Platz und hat bei seinem ersten internationalen Start im Erwachsenenbereich einen ordentlichen Eindruck hinterlassen.

Denise Krebs, Militär-Vizeweltmeisterin von 2011, feierte am Mittwoch ihren 25. Geburtstag und wird am Samstag (11.10 Uhr deutscher Zeit) ihren Vorlauf über 1500 Meter bestreiten. Das Ziel ist klar: Obwohl sie auch noch die Olympianorm im Hinterkopf hat, geht es hier knallhart ums Weiterkommen, um den Einzug ins Finale am Sonntag.

Taktisch schlau

"Wenn es schon am Samstag schnell wird, bin ich auch nicht unglücklich. Für mich geht es darum, taktisch schlau zu laufen", sagt Krebs, die sich ganz gut in Helsinki eingelebt hat. Am Stadion war sie schon, und eine kleine Sightseeing-Tour durch Finnlands Hauptstadt hat sie auch gemacht: "Sehr schön, auch die Plaza, wo die Medaillenvergabe durchgeführt wird, ist ganz toll." Die Anspannung dürfte nun ansteigen, denn für Denise Krebs ist die EM das erste ganz große Ding: "Es ist mein größtes Event bisher, mit einer Team-EM nicht zu vergleichen."

Am Freitag (29.) steigt 200-m-Sprinter Sebastian Ernst in die EM ein. Die Vorläufe beginnen um 12.30 Uhr.

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