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Mord aus enttäuschter Liebe: Lebenslange Haftstrafen

Das Opfer mit einem Kabel gedrosselt und mit Dutzenden Messerstichen überzogen: Das Landgericht Köln hat eine Frau und einen Mann wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Die Kammer kam am Freitag zu der Überzeugung, dass die 33-Jährige und der 30-Jährige den Ex-Freund der Frau mit mindestens 35 Messerstichen getötet hatten. Motiv sei gewesen, dass die Angeklagte die kurz zuvor erfolgte Trennung ihres Ex-Freundes nicht habe verwinden können. Sie erzählte dem in sie verliebten 30-Jährigen, ihr Ex habe sie sexuell missbraucht. Anschließend, so das Gericht, fassten die beiden Deutschen den Plan zur Ermordung des Mannes.

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Köln

, 23.03.2018
Mord aus enttäuschter Liebe: Lebenslange Haftstrafen

Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv

Beide Angeklagte suchten laut Urteil am 17. März 2017 die Wohnung des Ex-Freundes auf. Dort habe ein „sofortiger, überraschender Angriff mit dem Messer“ stattgefunden. In einem Kampf auf Leben und Tod sei der Mann schließlich zu Boden gerungen, mit einem Kabel gedrosselt und mit Messerstichen übersät worden. Für das Gericht gingen die beiden Angeklagten dabei „heimtückisch und konspirativ“ vor. Das Opfer sei wehrlos gewesen. Es habe ein regelrechter „Overkill“ stattgefunden.

Mit dem Urteil folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung des 30-Jährigen hatte auf Totschlag und eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als sechs Jahren plädiert. Die Verteidigung der 33-Jährigen hatte einen Freispruch gefordert.