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Zwölfjährige angeschrieben

Mord nach Facebook-Kontakt: Eltern vor Gericht

Aachen Weil er eine Zwölfjährige per Facebook angeschrieben und um ein Treffen gebeten hatte, musste offenbar ein 29-jähriger Mann aus Aachen sterben. Die Eltern dachten, der Mann wolle ihre Tochter misshandeln - und brachten ihn um. Aber laut Anklage lagen die beiden Eltern des Mädchens falsch.

Mord nach Facebook-Kontakt: Eltern vor Gericht

Die Eltern des Kindes müssen sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Foto: Peter Steffen/Archiv

Hinter einem Facebook-Kontakt seiner Tochter vermutete ein Paar einen Kinderschänder - und brachte den Mann laut Anklage um. Wegen dieser Bluttat muss sich ein Ehepaar von Dienstag an in Aachen vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass es den 29-Jährigen erstochen hat, weil er die Zwölfjährige über Facebook angeschrieben hatte.

Eltern haben mehr vermutet

Laut Anklage hatte der Mann das Mädchen für ein Treffen "unverfänglich" angeschrieben. Die Eltern des Kindes sollen mehr dahinter vermutet haben. Aus unerfindlichen Gründen sollen sie gedacht haben, der 29-Jährige habe bewusst Kontakt zu einem Kind aufgenommen. Auf dem Handy des Mannes vermuteten sie Fotos von ihrer Tochter. Denn tatsächlich sei der Kontakt zwischen dem Mann und dem Mädchen sehr schnell versandet, teilten die Ermittler mit.

Mit Hilfe einer Bekannten sollen die Eltern den 29-Jährigen auf einen Feldweg in Eschweiler gelockt und ihn dann erstochen haben. Dazu habe die Bekannte des Ehepaars über das Internet Kontakt zu dem Opfer aufgenommen, sich mit ihm verabredet und ihn auf den Feldweg gelockt. Ein weiterer Mitangeklagter soll auf die Kinder des Paares aufgepasst haben. Die beiden Bekannten sollen davon ausgegangen sein, dass das Opfer verletzt werden sollte. Sie sind der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung angeklagt.

dpa

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