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Prozess in Dortmund

Mordverdächtiger erhängt sich in Bochumer Gefängnis

BOCHUM/DORTMUND Nur drei Tage nach dem Prozessauftakt hat sich einer der mutmaßlichen Garagen-Mörder von Dortmund in seiner Bochumer Gefängniszelle erhängt. Die Hintergründe sind unklar.

Mordverdächtiger erhängt sich in Bochumer Gefängnis

Einer der Angeklagten hat sich im Gefängnis getötet.

Der 34-Jährige ist am Montagmorgen gegen 6.20 Uhr aufgefunden worden. Er war zuletzt am Sonntag gegen 13.30 Uhr lebend in seiner Zelle angetroffen worden. Wie es heißt, hat er sich wohl mit einem T-Shirt erhängt.

Der 34-Jährige gehörte zu dem Trio, dass sich seit Freitag wegen Mordes an dem Dortmunder Kosmetikartikel-Händler Ulvi K. verantworten muss. Zum Prozessauftakt hatte er vorne links auf der Anklagebank Platz genommen.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und seinen mutmaßlichen Komplizen vor, Ulvi K. am 30. September 2015 in einer Garage brutal geschlagen und anschließend mit 20 Metern Klebeband umwickelt zu haben – auch über das Gesicht. Der 44-Jährige ist qualvoll erstickt.

Im Falle einer Verurteilung wegen gemeinschaftlichen Mordes hätte dem 34-Jährigen lebenslange Haft gedroht. Zum Prozessauftakt hatte er sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Was ihn belastet hätte, wären DNA-Spuren gewesen. Durch den Suizid wird das Verfahren gegen den 34-Jährigen nun eingestellt werden. Der Prozess gegen die anderen beiden Angeklagten wird fortgesetzt. 

Wir haben uns entschieden, in der Regel nicht über Selbsttötungen zu berichten - außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge ( www.telefonseelsorge.de ). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

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