Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Moritz Oberheim sitzt wieder im Cockpit

Rennsport

Rennfahrer Moritz Oberheim hat seinen Unfall beim 24-Stunden-Rennen gut verpackt. Beim Comeback am Wochenende gab es aber ein anderes Problem.

Dorsten/Nürburg

, 25.06.2018
Moritz Oberheim sitzt wieder im Cockpit

Moritz Oberheim ist zurück, fuhr am Wochenende auf dem Nürburgring aber keine einzige Rennrunde. © Horst Lehr

Mit dem 60. ADAC ACAS H&R-Cup auf dem Nürburgring stand am Samstag der dritte Lauf der VLN-Serie im Rennkalender von Moritz Oberheim. Die Zeichen standen gut, denn der Schermbecker hatte seinen Highspeedunfall beim 24-Stunden-Rennen gut verkraftet, mit Teamchef Alexander Böhm das weitere Vorgehen besprochen – und mit dem erfahrenen Top-Piloten im Black Falcon Team, Manuel Mezger, in einer Detailanalyse auch die fahrtechnischen Einzelheiten geklärt, die zum Unfall geführt hatten.

Motivierende Aufnahme

Als Oberheim dann am Freitagmittag in die Box kam, erlebte er im Team eine herzliche und motivierende Aufnahme, verspürte aber beim Anblick seines silbernen Identica-Mercedes AMG GT4 schon ein leichtes Kribbeln im Bauch. So fuhr er zunächst auch nur eine reine Sicherheitsrunde, merkte aber schon nach wenigen Kurven, wie die innere Anspannung nachließ und sich das alte Vertrauen in seine Fähigkeiten wieder einstellte.

Auf seiner zweiten Runde fühlte er sich unterwegs schon viel besser und fuhr mit 8:58 Minuten schon eine wesentlich schnellere Zeit. In der Fahrerbesprechung am Freitagabend war die Rennstrategie das zentrale Thema. Teamchef Böhm wollte sich alle Optionen offenhalten und nominierte Stefan Karg als Startfahrer.

Einige Plätze gutgemacht

Er sollte im ersten Turn nach Möglichkeit schon einige Plätze gutmachen, um dann an Fidel Leib zu übergeben. Das letzte Renndrittel war für Oberheim vorgesehen. Je nach Rennsituation sollte er mit seiner Erfahrung entweder die Position absichern oder – wenn nötig – mit Topspeed-Runden das Team noch weiter nach vorne bringen. Dafür galt es für Oberheim im Qualifying am Samstagmorgen zu alter Stärke zurückzufinden. Und das gelang dem Schermbecker auch: Er fuhr mit 8:54.911 Minuten zwar noch keine absolute Topzeit, erfüllte damit aber die Teamvorgabe einer sicheren Qualifizierung für das Rennen auf Platz fünf in der Klasse SP 10.

Schon in der ersten Rennrunde macht Startfahrer Karg wie geplant einige Plätze gut. Zum Ende der Runde hatte er allerdings auf der Döttinger Höhe, dem schnellsten Streckenteil, einen Teilnehmer vor sich, der eine kleine Staubwolke aufwirbelte. Darin befanden sich neben dem Staub auch Festpartikel. Und als Karg diese durchfuhr, schlug ein kleines Kieselsteinchen wie ein Katapultgeschoss genau in den Hauptkühler seines Fahrzeugs ein.

Kühlerflüssigkeit ausgetreten

Karg bemerkte sofort die austretende Kühlerflüssigkeit und steuerte die glücklicherweise nicht weit entfernte Box an, um größere Folgeschäden zu vermeiden. Es war die richtige Entscheidung, denn nach einer schnellen Schadensbegutachtung nahm das Team den GT4 aus dem Rennen. Die notwendigen Reparaturen hätten zu viel Zeit in Anspruch genommen. Der Frust war groß, damit hatte niemand gerechnet.

Oberheim, der durch diesen Ausfall keine einzige Rennrunde fahren konnte, trug es mit Fassung: „Es war ein tolles Gefühl, endlich wieder im Rennwagen zu sitzen – leider ohne zählbares Ergebnis.“ Er zeigte sich zuversichtlich und sagte weiter: „Wir haben noch sechs Rennen Zeit, um weitere Siege einzufahren.“

Lesen Sie jetzt