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Mourinho gegen Conte: Startrainer jagen den Trostpreis

London. Mit Manchester United und dem FC Chelsea treffen zwei noch titellose Clubs am Samstag im englischen Pokalfinale aufeinander. Für Conte wird es wohl der letzte Auftritt als Chelsea-Trainer sein.

Mourinho gegen Conte: Startrainer jagen den Trostpreis

Der FA-Cup ist José Mourinho einzige Chance auf einen Titel in dieser Saison. Foto: Nick Potts

José Mourinho oder Antonio Conte - zwei Startrainer hoffen in England auf den Trostpreis FA Cup. Einen Titel holte in dieser Saison bislang weder Manchester United mit „The Special One“ noch der FC Chelsea mit dem italienischen Coach.

Am Samstag kann zumindest einer der beiden exzentrischen Trainer im englischen Pokalfinale (18.15 Uhr) im Londoner Wembley-Stadion einen Pokal hochhalten. Für Conte dürfte es, egal ob mit oder ohne Cup, das letzte Pflichtspiel als Chelsea-Coach werden.

Während sich Manchester United zumindest als Vizemeister für die Champions League qualifizieren konnte, muss der entthronte Meister FC Chelsea nach einem enttäuschenden Platz fünf in der kommenden Spielzeit in der Europa League antreten. Dann aber wohl mit einem neuen Coach. „Conte ist ein brillanter Trainer“, sagte Chelsea-Legende Frank Lampard über Conte. „Wir brauchen aber für Chelsea positive Energie, um optimistisch in die Zukunft zu gucken. In diesem Jahr gab es zu viel Negatives.“

Conte hat sich in diesem Jahr immer wieder mit den Club-Verantwortlichen um Besitzer Roman Abramowitsch angelegt. Der frühere italienische Nationaltrainer wirft dem Verein offen verfehlte Einkaufspolitik vor. Laut britischen Medien sind Ex-Barca-Coach Luis Enrique und Maurizio Sarri vom SSC Neapel die heißesten Nachfolge-Kandidaten für Conte, der bei Chelsea noch bis 2019 unter Vertrag steht. „Antonio Conte wird der nächste sein, der mitbekommt, wie wenig Ruhm so ein FA-Cup-Titel haben wird“, schrieb die englische Zeitung „Guardian“.

Der FA-Cup-Erfolg würde zumindest für ein versöhnliches Ende der zweijährigen Amtszeit unter Conte sorgen. Dazu würde er noch Mourinho eins auswischen. Beide verstehen sich alles andere als gut. „Clown“, nannte Mourinho einmal seinen Kontrahenten, weil er nach dessen Meinung am Spielfeldrand zu sehr jubelte. „Senile Demenz“, entgegnete Conte daraufhin. „Er hat vergessen, was in der Vergangenheit passiert ist.“

Die Vergangenheit zeigt allerdings auch: Mourinho ist ein Final-Spezialist. Zwölf von 14 Endspielen hat der 55-Jährige mit dem FC Porto, FC Chelsea, Inter Mailand oder Real Madrid für sich entscheiden können. „Trophäen zu gewinnen sind seine Denkweise“, erklärte Ex-United-Profi Phil Neville. „Er hat das in seiner ganzen Karriere geschafft. Deswegen ist das sehr wichtig für ihn, dass seine Spieler genauso denken.“

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