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Mousse T. und seine Vision von Popmusik

Hannover. Die Jüngeren kennen Mousse T. allenfalls als neuen Juror der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“. Jetzt bringt der 51 Jahre alte Produzent und DJ nach 14-jähriger Pause wieder ein eigenes Album heraus.

Mousse T. und seine Vision von Popmusik

Mousse T. in den Peppermint Park Records Music Studios. Foto: Peter Steffen

Er hat in Hannover ein Musikzentrum mit Studios, Plattenfirmen und Restaurant aufgebaut und bezeichnet sich selbst als „großes Spielkind“. 

In London, Los Angeles, New York, Berlin und Hannover hat Mousse T. über Jahre hinweg an seinem dritten Album „Where Is The Love“ gebastelt und gefeilt. Er habe gewartet, bis er wirklich musikalisch etwas zu sagen hat, begründet der 51-Jährige die lange Pause seit seinem 2004 erschienenen Album. „Meine Musik entspricht jetzt auch mehr dem Zeitgeist. Es ist alles wieder souliger.“ 

In den 90ern war der Deutsch-Türke aus Hannover mit einem Remix von Michael Jacksons „Ghost“ für einen Grammy nominiert und schrieb „Sex Bomb“, den Welthit von Tom Jones. Die 15 neuen Tracks bestimmt der typische Mousse T.-Sound, ein Mix aus Soul, Funk und Disco. Aber auch dramatische Balladen in James-Bond-Manier sind darunter, die Bandbreite reicht bis zu Swing und Reggae. „Es ist meine Vision von Popmusik. Ich würde mich freuen, wenn sich viele Leute in die Songs verlieben“, sagt der Juror von „Deutschland sucht den Superstar.“

Die erste ausgekoppelte Single „Boyfriend“ soll jugendlich und frühlingshaft daherkommen. Außerdem gibt es vier alte Hits im neuen Gewand, darunter ein tanzbarer Remix von Falcos Klassiker „Der Kommissar“.

Selbst singt Mousse T. auf „Where Is The Love“ wieder nicht. „Meine Stimme klingt nicht gut“, gibt er freimütig zu. Fürs Vorsingen im Studio reiche es aber. „Ich bin ein Fan von tollen Stimmen und Persönlichkeiten“, betont der 51-Jährige. „Leela James etwa ist eine fantastische Soulsängerin aus Amerika mit einer ganz speziellen Stimme“, erzählt Mousse T..

Die beiden trafen sich zum ersten Mal in New York, bestellten Essen ins Studio, schrieben gemeinsam am Song „Call It A Day“ und beendeten die Aufnahme bei einem zweiten Treffen in Berlin. Auch in den 90er Jahren erfolgreiche Künstler wie Reggae-Sänger Maxi Priest oder den Rapper Speech von Arrested Development konnte Mousse T. gewinnen.

Zudem steuern langjährige Wegbegleiter wie Emma Lanford oder Andrew Roachford - für Mousse T. der beste Soulsänger Europas - Tracks bei. In den sozialen Medien stellte der Musikproduzent in einminütigen Clips sein neues Werk vor. Dabei liegt er in Schlabberpulli auf dem Bett oder dreht vor dem Mischpult im Studio die Regler auf. Er wippt mit dem Kopf, schwärmt vom „Mega-Bass“, ruft „Huh!“ und „Yeah“ oder singt mit. Ein großes Kind eben - mit Leidenschaft für Musik. 

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