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Mündlich vereinbarte Lohnkürzung kann ungültig sein

Mainz (dpa) Eine bloß mündlich vereinbarte Lohnkürzung kann ungültig sein. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor.

Zwar sehe das Gesetz nicht zwingend eine schriftliche Vereinbarung vor. Allerdings könne der Arbeitgeber aus Gründen der Fürsorgepflicht gehalten sein, eine solch weitgehende Absprache schriftlich festzuhalten (Aktenzeichen: 5 Sa 715/07).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Zahlungsklage eines Heizungsinstallateurs statt. Der Kläger hatte insgesamt rund 6500 Euro rückständigen Lohn verlangt. Der Arbeitgeber hatte den Lohn zuvor mit der Begründung gekürzt, der Kläger sei aufgrund einer mündlich getroffenen Vereinbarung mit einer Kürzung des Stundenlohns einverstanden gewesen. Der Kläger bestritt dies und verwies darauf, sein Anwalt habe bereits vor der angeblichen Vereinbarung darum gebeten, alle arbeitsrechtlich relevanten Maßnahmen mit ihm abzustimmen.

Vor diesem Hintergrund ließ das LAG offen, ob die Lohnkürzung tatsächlich vereinbart worden sei. Stattdessen hielten die Richter dem Arbeitgeber vor, sich treuwidrig zu verhalten. Bei einer Lohnkürzung sei eine schriftliche Vereinbarung allein schon deshalb sinnvoll, damit der betroffene Mitarbeiter sich die Sache in Ruhe überlegen und sich eventuell mit anderen Menschen beraten könne.

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