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Multimedia-Möbel setzen Technik in Szene

Bad Honnef (dpa/tmn) Bei DVD-Playern, Flachbildschirmen und Co. purzeln die Preise. Hightech-Geräte sind für immer mehr Kunden erschwinglich. Damit ist auch ein anderes Thema in den Blick geraten: Multimedia-Möbel.

Statt der Schrankwand halten Wohnwände mit aufgelockerten Modulsystemen Einzug. «Die wesentlichste Neuerung ist dabei: Die Möbel müssen nicht mehr 60 Zentimeter tief sein», sagt Ulrich Hennes, Dozent an der Fachschule des Möbelhandels in Köln. Mit einer Tiefe von 45 oder gar nur 30 Zentimetern kommen die neuen Möbel deutlich filigraner daher.

Basiselement ist dabei meist ein etwa kniehohes Sideboard, in dem Einzelgeräte, Bedienungsanleitungen und DVDs verschwinden. Ein Gerät allerdings wird nicht mehr versteckt, sondern regelrecht inszeniert: «Der Bildschirm wird zunehmend wie ein Bild, also als Design-Objekt im Wohnraum behandelt», beobachtet Fachschul-Dozent Hennes. Die neuen Fernseher finden ihren Platz meist auf dem Sideboard, auf einem Board darüber oder auf einem Arm direkt an der Wand.

Noch sind Möbel und HiFi-Technik getrennte Elemente. «Der Trend der Zukunft wird sein, dass sich die Technologie mehr verbindet - sowohl mit der Architektur als auch mit dem Möbel», sagt Harry Gatterer, Trendforscher am Zukunftsinstitut in Kelkheim. «Bildschirme werden beispielsweise direkt in den Tisch oder den Schrank integriert sein.

Erste Schritte in diese Richtung gibt es bereits. Im Regalsystem «Studimo» von Interlübke aus Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen etwa verschwindet der Bildschirm hinter Schiebetüren. Und das österreichische Unternehmen Gruber+Schlager hat beim Modell «Cubiko» in einer Lade Liftbeschläge integriert, die per Knopfdruck den Bildschirm aus der Versenkung heben.

Egal, wo Bildschirm und Zubehör stehen - die Strippen werden am liebsten versteckt. Das war allerdings in der kompakten Schrankwand einfacher als bei den aufgelockerter Gestaltungsformen. «Bei offenen, mobilen Racks, aber auch bei Möbeln aus satiniertem Glas kommt man kaum darum herum, die Kabel zu sehen», gibt Geismann zu.

Mit neuen Techniken versuchen die Möbelhersteller mittlerweile aber auch diesem Problem zu begegnen. So bietet die Firma Trüggelmann aus Bielefeld in ihrer Serie «Genesys» Regalstollen mit Stromschienen an. Das ganze Möbel wird an einer Stelle mit dem Stromnetz verbunden. An der Rückseite der Stollen können dann die Einzelgeräte angeschlossen werden.

Ähnliche Möglichkeiten haben hochwertige geschlossene Möbelelemente. «Bei einigen Modellen verfügen einzelne Schubladen über Steckdosen», erzählt Geismann. Weiter verbreitet sind jedoch Möbelteile mit Kabellöchern oder -aussparungen an der Rückseite. Schwierig wird es, wenn der Bildschirm hängen soll. «Hier arbeiten die Hersteller verstärkt mit Rückwänden, durch die zum Beispiel ein Sideboard und einzelne Regale verbunden werden und an die dann der Bildschirm gehängt wird», beschreibt Fachschul-Dozent Hennes. Alle Kabel treffen sich dann auf der Rückseite.

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