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Mummenschanz bietet Karneval der besonderen Art

Kunstmuseum

Für das Partyvolk, das zwar Lust auf Verkleidungen hat, sich aber nicht mit Tanzmariechen und Karnevalsmusik abgeben will, ist der Mummenschanz am Samstagabend schon lange kein kleiner Geheimtipp mehr. „Mummenschanz“, das ist ein Kultfest der besonderen Art.

BOCHUM

von Von Nathanael Ullmann

, 10.02.2013
Mummenschanz bietet Karneval der besonderen Art

Diese bunten Königinnen belegten beim Kostümwettbewerb leider nur den zweiten Platz.

Anderswo hört man dieser Tage Lieder von roten Pferden und Gummibooten, nicht so im Kunstmuseum. Die Bands „The Tomcats“ und „The Heart Beats“ haben gute alte Lieder ausgegraben, und bringen mit schmissigen Rock’n’Roll die Nostalgiker-Herzen zum Strahlen. Klar, dass da auch der eine oder andere Cowboy und Teufel in Bewegung gerät, ein wenig Platz zum Tanzen ist da. Wesentlich voller ist es bei „Jim Rockford Band feat. Sven West“. Bei Cover Pop kommen auch die jüngeren Mummenschanz-Besucher voll auf ihre Kosten. Und selbst akustisch (mit Juicytones) und elektronisch (mit DJ D-Lite und DJ Rosti) gibt es was zu hören. Das volle Programm also.

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Mummenschanz im Kunstmuseum

Für das Partyvolk, das zwar Lust auf Verkleidungen hat, sich aber nicht mit Tanzmariechen und Karnevalsmusik abgeben will, ist der Mummenschanz schon lange kein kleiner Geheimtipp mehr. „Mummenschanz“, das ist ein Kultfest der besonderen Art.
10.02.2013
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Diese bunten Königinnen belegten beim Kostümwettbewerb leider nur den zweiten Platz.© Foto: Nathanael Ullmann
Karl Lagerfeld alias Michael brauchte für sein Kostüm gerade einmal eine halbe Stunde: "Nur die Zweitfrisur hat etwas gedauert."© Foto: Nathanael Ullmann
Im großen Saal herrschte bei Pop-Musik besste Laune.© Foto: Nathanael Ullmann
Diese Gruppe ist für den "Kostümball" aus Essen angereist.© Foto: Nathanael Ullmann
Diane saß an ihrem Kleid ein dreiviertel Jahr. 400 Euro hat das gute Stück an Material gekostet.© Foto: Nathanael Ullmann
Rock'n'Roll war im Kunstmuseum an der Tagesordnung.© Foto: Nathanael Ullmann
Eva geht mit ihrer Kleidnachbildung aus dem 19. Jahrhundert gerne auch mal zu Live-Rollenspielen.© Foto: Nathanael Ullmann
Lars wollte kein Standard-Kostüm, und fand nach langer Internet-Suche dieses Outfit.© Foto: Nathanael Ullmann
Auch heute begegnet man noch Hippies, vor allem an Karneval.© Foto: Nathanael Ullmann
Diesen beiden Damen war auf der Mummenschanz ganz blumig zu Mute.© Foto: Nathanael Ullmann
Diese Palme ließ sich auch ein, zwei Tanzschritte nicht nehmen.© Foto: Nathanael Ullmann
Es durfte natürlich auch getanzt werden auf der Mummenschanz.© Foto: Nathanael Ullmann
"Kauf dir einen Frack und eine Melone, dann bist du auf jeden Fall gut behütet", war der Rat eines Freundes an Arno. So kam er zu seinem Kostüm.© Foto: Nathanael Ullmann
"The Heart Beats" begeisterten mit vielen rockigen Klassikern.© Foto: Nathanael Ullmann
Gudrun ist ein großer Fan vom "Tomb Raider"-Film.© Foto: Nathanael Ullmann
Diese Gruppe ist im Alltag als die Radfahrer "Flakianer" (von Wicki und die starken Männer) unterwegs.© Foto: Nathanael Ullmann
Natürlich mussten auch die hungrigen Besucher nicht leer ausgehen.© Foto: Nathanael Ullmann
"Wir sind zu 16, deshalb dachten wir, machen wir eine Familienpackung", erzählen diese O.B.s.© Foto: Nathanael Ullmann
Mummenschanz ist das Karnevalsfest schlechthin, für die, die es lieber ohne Karnevalsmusik haben.© Foto: Nathanael Ullmann
Die beiden Astronauten Elizabeth und Guido sind gerade erst gelandet und direkt auf Peter gestoßen-© Foto: Nathanael Ullmann
Uwe, als Shrek verkleidet, hat seine Ohren erst am Tag selbst zusammengeschustert. Das Kostüm indes ist von seiner Frau genäht.© Foto: Nathanael Ullmann
Dieser Vogelfänger wurde zu seinem Kostüm vom geschenkten Käfig inspiriert.© Foto: Nathanael Ullmann
"Mit Kostümen kann man viel zum Ausdruck bringen", finden Rainer und Franca, zum Beispiel das Allerweltsempfinden.© Foto: Nathanael Ullmann
Die "Jim Rockford Band" sorgte zusammen mit Sven West für ausgelassene Laune.© Foto: Nathanael Ullmann
Verhaften mussten diese "Polizisten" auf der Mummenschanz sicher niemanden.© Foto: Nathanael Ullmann
Gute Stimmung gab es auf der Mummenschanz an jeder Ecke.© Foto: Nathanael Ullmann
Schon um zehn Uhr war der Hauptsaal gerammelt voll.© Foto: Nathanael Ullmann
Mitten im Getümmel waren diese beiden Karnevalswütigen zu finden.© Foto: Nathanael Ullmann
Mittlerweile kommt fast jeder Besucher verkleidet zur Mummenschanz.© Foto: Nathanael Ullmann
Leicht hatte es Harald Glööckler alias Martin, seine Frau Alexandra ist Maskenbildnerin.© Foto: Nathanael Ullmann
Christians Arztkittel stammt von einem Jungesellenabschied.© Foto: Nathanael Ullmann
Hier hat wohl Jack Sparrow Pate gestanden.© Foto: Nathanael Ullmann
Olaf und Judith erinnern sich: "Anfangs waren auf der Mummenschanz noch 50 Prozent der Besucher in Zivil, heute ist fast jeder verkleidet."© Foto: Nathanael Ullmann
Die beiden Geisterjäger Nils und Thomas sind froh, ihr Halloweenkostüm nochmal tragen zu können.© Foto: Nathanael Ullmann
Katrin (als Kleopatra) und Nuray (als Meerjungfrau) fühlen sich auf der Mummenschanz pudelwohl.© Foto: Nathanael Ullmann
"Bananenrepublik war 1984 zum Wort des Jahres nominiert", wissen diese Mummenschanz-Besucher.
Diese Gruppe freut sich über ein wenig Karneval ohne die übliche Karnevalsmusik.© Foto: Nathanael Ullmann
Natürlich dürfen auch ein paar Comicstars auf der Mummenschanz als Kostüm nicht fehlen.© Foto: Nathanael Ullmann
"Wir haben nicht so viel Fantasie", gaben diese beiden zu. Dafür sieht das Teufelchen-Kostüm aber trotz allem sehr gut aus.© Foto: Nathanael Ullmann
Guiseppe hat sich zur Mummenschanz als Torte verkleidet.© Foto: Nathanael Ullmann
Diese Freiheitsstatuen-Kostüme wurden von einer Freundin extra aus Amerika eingeflogen.© Foto: Nathanael Ullmann
Die Discokugel ist dieses Jahr vom Publikum zum Kostüm des Jahres gewählt worden.© Foto: Nathanael Ullmann
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Das wahre Highlight beim Mummenschanz sind aber die Verkleidungen. Die sind nämlich zum Teil unglaublich aufwändig. Dieses Jahr sind neben den Klassikern Cowboy, Pirat und Teufelchen auch wahre Hingucker da. Zum Beispiel Verkleidungen, die dem 19. Jahrhundert nachgebildet sind. „An meinem Kleid habe ich rund ein dreiviertel Jahr gesessen. Gekostet hat mich das an Material rund 400 Euro“, erzählt Diane in ihrem pompösen Kleid stolz. Wesentlich einfacher hat es da das Karl-Lagerfeld-Double Michael: „Das ging schnell. Nur die Zweitfrisur hat etwas gebraucht.“ Allerdings gibt es nicht nur Einzelpersonen, die sich beeindruckend in Schale geschmissen haben, der Trend geht Richtung Gruppe. Größtes Beispiel sind die O.B.s: „Wir sind zu 16, also dachten wir, machen wir eine Familienpackung“, erzählt einer der Tampons.

Die besten Kostüme werden am Abend natürlich geehrt. Nach einem spannenden Finale müssen die bunten Königinnen ihren Thron leider für die Discokugel räumen. Die hatte schon den ganzen Abend schwer zu tragen: „Diese Kugel macht dich fünf Kilo schwerer“, sagt sie. Angst, dass sein Kostüm kaputt geht, muss niemand haben. Denn obschon die Mummenschanz eine unglaublich volle Party ist, ist sie auch eine sehr gesittete. Überall gibt es bei dem Kostümball der anderen Art Ecken zum Ausruhen und Essen.

Oder aber man schaut sich eine der zahlreichen Leinwände von „Parasitäre Kapazitäten“ an, die Fotos, Ambienteformen und -farben oder Filmchen direkt aus dem Partygeschehen liefern. Begeistert sind die Besucher in jedem Fall. Nicht nur die Stammgäste haben ihren Spaß, auch Neuankömmlinge planen den Mummenschanz sicher als festen Programmpunkt in den Kalender 2014.