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Musikmarkt nahezu stabil

Berlin. Der Musikmarkt in Deutschland hat 2017 einen leichten Dämpfer kassiert. Bei einem minimalen Minus von 0,3 Prozent wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Gesamtumsatz von 1,58 Milliarden Euro erwirtschaftet, wie der Bundesverband Musikindustrie mitteilte.

Musikmarkt nahezu stabil

Die CD ist immer noch beliebet und bildet mit einem Marktanteil von 45,4 Prozent nach wie vor das stärkste Segment des Marktes. Foto: Rolf Vennenbernd

„Wir haben dieses Mal eine leichte Delle im Markt“, sagte BVMI-Chef Florian Drücke der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor war der Musikmarkt - nach der großen Krise im vergangenen Jahrzehnt - vier Jahre in Folge gewachsen.

„Wenn der physische Markt schneller zurückgeht, als das digitale Geschäft es ausgleichen kann, beeinflusst das den Gesamtmarkt natürlich negativ“, erklärte Drücke. Zwar bildete die CD mit einem Marktanteil von 45,4 Prozent nach wie vor das stärkste Segment. Jedoch ging der Umsatz mit den silbernen Scheiben um 16 Prozent auf 720 Millionen Euro zurück.

Den größten Zuwachs verbuchte das Streaming (plus 42,8 Prozent), das mit 549 Millionen Euro auf einen Marktanteil von 34,6 Prozent kam. Das Geschäft mit Downloads ging um 19,3 Prozent zurück auf 157 Millionen Euro. Die Schallplatte feiert weiterhin ihren kleinen Boom. Mit einem Plus von 5,1 Prozent erwirtschaftete Vinyl 74 Millionen Euro (Marktanteil: 4,6 Prozent).

Die Musikindustrie musste sich als eine der ersten Branchen dem digitalen Wandel stellen. Nachdem das Geschäft lange Zeit unter anderem wegen der Verbreitung illegaler Kopien im Internet schrumpfte, wurde im Jahr 2013 erstmals seit 15 Jahren ein schmales Umsatzplus verzeichnet.

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