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Mutmaßlichem Witwenmörder von Sölde droht Höchststrafe

Plädoyers am Landgericht

Dem mutmaßlichen Mörder der 89-jährigen Witwe Gisela A. aus Sölde droht die Höchststrafe. Staatsanwältin Sandra Lücke beantragte am Dienstag vor dem Schwurgericht lebenslange Haft sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld und die Anordnung der nachträglichen Sicherungsverwahrung.

Dortmund

von Martin von Braunschweig

, 29.08.2017
Mutmaßlichem Witwenmörder von Sölde droht Höchststrafe

In diesem Haus starb die Rentnerin.

Sollten die Richter diesem Antrag folgen, dürfte der 71-jährige Angeklagte Siegfried T. das Gefängnis wohl nicht mehr lebend verlassen. Dennoch verfolgte der Mann das Plädoyer der Staatsanwältin erstaunlich emotionslos. Anschließend unterhielt er sich noch lange mit seinem Verteidiger Jan-Henrik Heinz. Dessen Plädoyer wird für den 14. September erwartet.

Motiv: Geldnot

Für die Staatsanwaltschaft steht fest, dass Siegfried T. die Witwe in ihrem Haus in Sölde erstach, um anschließend in Ruhe nach Wertgegenständen suchen zu können. Vor dem Verlassen des Tatorts habe er dann noch einen Brand gelegt, um Spuren zu verwischen. Als Motiv wird Geldnot vermutet. „Die zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben des Angeklagten“, sagte Staatsanwältin Lücke am Dienstag.

Das wichtigste Indiz

Wichtigstes Indiz für die Schuld des Angeklagten ist eine DNA-Spur unter dem Fingernagel der Toten. Das Zellmaterial stammt mit übergroßer Wahrscheinlichkeit von dem 71-Jährigen, der im Haus der Witwe zuletzt Gärtnerarbeiten erledigt haben soll. Alle Versuche von Siegfried T., die Anwesenheit der Spur an der Leiche anderweitig zu erklären, brachten keinen Erfolg.

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