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Drei Tote in Anwaltskanzleien

Mutmaßlicher Amokläufer gesteht Mordserie

DÜSSELDORF Der mutmaßliche Dreifachmörder und Amokläufer von Düsseldorf und Erkrath hat vor Gericht ein umfassendes Geständnis abgelegt. „Ich habe drei Menschen getötet und vier verletzt“, sagte der 49-Jährige am Dienstag vor dem Düsseldorfer Landgericht.

Mutmaßlicher Amokläufer gesteht Mordserie

Der 48-jährige Angeklagte, der im Februar 2014 in Anwaltskanzleien in Düsseldorf und Erkrath drei Menschen getötet haben soll, hat ein Geständnis abgelegt.

Er habe auch die Feuer in den Anwaltskanzleien gelegt. Von den Anwälten habe er sich schlecht beraten und dadurch ruiniert gefühlt. „Ich bereue die Taten auf das Tiefste und bin bereit, jede Strafe des Gesetzes anzunehmen. Ich möchte mich bei allen Opfern und Betroffenen entschuldigen“, sagte der 49-Jährige. Dem Koch und Familienvater wird dreifacher Mord, Mordversuch und Brandstiftung vorgeworfen.

Bluttaten Düsseldorf Erkrath

Einsatzkräfte in Erkrath.
Großes Polizeiaufgebot in Erkrath. Spezialeinsatzkräfte der Polizei vor der Anwaltskanzlei, in der ein Blutbad verübt wurde. Der Täter war mit mehreren Messern und zwei Schusswaffen ausgestattet.
Die Anwaltskanzlei in Erkrath, in der der Täter sein Opfer tötete.
Die Polizei im Dauereinsatz: Einsatzkräfte rennen in Erkrath mit erhobenen Waffen aus einem Gebäude.
Auch die Feuerwehr steht vor dem Gebäudekomplex, in dem sich die Anwaltskanzlei befindet,Kopf.
Offene Fenster in der Anwaltskanzlei in Erkrath, in der sich eine der Bluttaten ereignete.
Auch in Düsseldorf kam es zuvor zu einer ähnlichen Tat in einer Anwaltskanzlei. Möglicherweise war es der selbe Täter.
Ein ausgebranntes Fenster und schockierte Menschen. Nach zwei Morden, jeweils in Düsseldorf und Erkrath wurde der 48-jährige  Täter am Freitag nachmittag gefast.
Das Bürogebäude in Düsseldorf, in dem ebenfalls eine Frau getötet wurde.
Einsatzfahrzeuge und Polizisten der Spurensicherung sind nach der Tat in Düsseldorf im Einsatz. Yanqing T.  soll in einer Düsseldorfer Kanzlei  zwei Anwälte erstochen haben, in Erkrath eine Anwaltsgehilfin.
Polizisten sichern das Bürogebäude, um sicherzustellen, ob sich der Täter noch darin befindet.
In diese Pizzeria drang der mutmaßliche Täter ein.
Im Innenraum der Pizzeria griff die Polizei schließlich zu.
Sie wurde anschließend von der Polizei versiegelt.

Die Abläufe am 28. Februar waren verwirrend, mindestens ein Dutzend Menschen hatte mit dem Angeklagten zu tun gehabt an den drei Tatorten, an denen er gewütet haben soll. Laut Anklageschrift hat der 48-Jährige in einer Düsseldorfer Kanzlei zwei Anwälte erstochen und in Erkrath eine Anwaltsgehilfin erschossen. Die beiden Büros zündete er an. Anschließend fuhr er mit dem Auto ins 80 Kilometer entfernte Goch: Dort wollte der Koch Rache an seiner Ex-Chefin üben, heißt es in der Anklage weiter. Doch er wurde in dem Restaurant überwältigt und der Polizei übergeben.

Mehrere Menschen wurden verletzt, unter anderem ein im Rollstuhl sitzender Anwalt aus der Erkrather Kanzlei. Aus Wut darüber, den für ihn zuständigen Anwalt in den Büroräumen nicht angetroffen zu haben, soll der Angeklagte diesem Juristen in den Bauch geschossen und ihn lebensgefährlich verletzt im brennenden Büro zurückgelassen haben.

DÜSSELDORF Ein Richter in Düsseldorf hat am Samstag Haftbefehl gegen den Mann erlassen, der am Vortag zwei Frauen getötet haben soll. Der 48-Jährige sitze jetzt in Untersuchungshaft, sagte eine Sprecherin der Polizei. Er soll am Freitag in zwei Anwaltsbüros in Düsseldorf und Erkrath eingedrungen sein.mehr...

Der 34-Jährige Mann überlebte und sagte im Prozess als Zeuge aus. Der Angeklagte habe im Türrahmen gelehnt, die Waffe in der rechten Hand. Schließlich habe er auf ihn gezielt und abgedrückt, sagte der Jurist aus. „Vorher hörte ich die Tür über den Teppich schrappen, meine Kollegin schrie, dann fielen drei Schüsse.“

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