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Gebürtiger Dortmunder

Mutmaßlicher IS-Terrorist will aussagen

Düsseldorf In Syrien soll er unter dem Namen „Abu Zulfikar“ gekämpft haben, in Düsseldorf wird dem mutmaßlichen IS-Terroristen Kerim Marc B. seit Mittwoch der Prozess gemacht. Im Bein des Rückkehrers soll immer noch ein Splitter stecken.

Mutmaßlicher IS-Terrorist will aussagen

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, sich im März 2013 der Terrormiliz IS in Syrien angeschlossen zu haben.

Mit einer Kalaschnikow und Handgranaten soll der gebürtige Dortmunder Kerim Marc B. in den Reihen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft haben. Am Mittwoch hat der 23-Jährige als mutmaßlicher IS-Terrorist erstmals auf der Anklagebank im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts Platz genommen.

Bereits 2013 soll er sich dem IS angeschlossen haben. Mit dem Flugzeug sei er von Amsterdam in die Türkei gereist, berichtete die Bundesanwaltschaft. Damals soll er schon unter Beobachtung gestanden haben und sein Pass eingezogen gewesen sein. In Syrien soll er unter dem Namen "Abu Zulfikar" gekämpft haben. Doch dazu äußerten sich die Anklagevertreter nicht.

Im Januar 2014 sei er verletzt nach Deutschland zurückgekehrt. In seinem Bein steckt offenbar immer noch ein Splitter. Die Ermittler glauben, dass es sich um einen Granatsplitter handelt.

Nach sieben Monaten in Deutschland soll sich der 23-Jährige dann erneut nach Syrien abgesetzt haben. Türkische Behörden hatten den Islamisten schließlich in Izmir am 13. Januar 2015 festgenommen und nach Deutschland überstellt. Vor einem Jahr war er dann am Düsseldorfer Flughafen von den deutschen Behörden festgenommen worden, seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Nach Informationen von "Spiegel Online" hat B. behauptet, 16 Menschen umgebracht zu haben. Die Bundesanwaltschaft klagte ihn jedenfalls auch wegen Mordes an, doch dem Oberlandesgericht war der Mordvorwurf zu vage. Die Bundesanwaltschaft hatte mit einer Beschwerde beim Bundesgerichtshof noch vergeblich versucht, die Mordanklage zu retten: Die Bundesrichter bestätigten jedoch die Entscheidung des OLG. Somit drohen dem Angeklagten noch maximal zehn Jahre Haft.

Verteidiger Johannes Pausch kündigte am Mittwoch eine Aussage seines Mandanten an - zu einem späteren Zeitpunkt. Das Gericht hat zunächst 14 Verhandlungstage für den Prozess angesetzt.   

von dpa

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