Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Pornodarsteller

Mutmaßlicher kanadischer Mörder vor Auslieferung

Berlin Der in Berlin gefasste mutmaßliche Mörder und Pornodarsteller mit dem Künstlernamen Luka Rocco Magnotta wird voraussichtlich in seine Heimat Kanada ausgeliefert. Das Kammergericht in der Hauptstadt habe die vorläufige Auslieferungshaft angeordnet und einen entsprechenden Haftbefehl erlassen.

Mutmaßlicher kanadischer Mörder vor Auslieferung

Luka Rocco Magnotta nach seiner Festnahme in Berlin am 04.06.2012. Foto: Montreal Police

Dies teilte Gerichtssprecher Tobias Kaehne am Mittwoch mit. Damit wurden Informationen der «B.Z.» bestätigt. Wann der 29-Jährige zurück nach Kanada muss, stand noch nicht fest.

Magnotta soll einen chinesischen Studenten vor laufender Kamera getötet und zerstückelt haben. Teile der Leiche des 33-Jährigen soll er an politische Parteien Kanadas geschickt haben. Der mutmaßliche Mörder war zunächst geflohen und mit internationalem Haftbefehl gesucht worden. In einem Berliner Internetcafé wurde er am 4. Juni gefasst. Kanadische Medien bezeichneten Magnotta als «Schlächter von Montreal».

Der Fall hatte für die Öffentlichkeit mit einem Paket begonnen, das vor rund zwei Wochen in der Zentrale der konservativen Partei im kanadischen Ottawa eintraf. Die Polizei fand darin den schon verwesenden Fuß eines Menschen. Wenig später entdeckten die Ermittler in einem anderen Paket eine Hand und schließlich in Montreal den Torso eines Menschen.

Der Verdächtige bleibe zunächst weiter im Berliner Untersuchungsgefängnis Moabit, hieß es. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte die Auslieferungshaft beantragt. Nach deren Angaben hatte der Verdächtige keine Einwände dagegen erhoben.

Die letzte Entscheidung liege nun bei der Bundesregierung im engen Zusammenwirken mit der Berliner Generalstaatsanwaltschaft, sagte Sprecher Kaehne. In Justizkreisen hieß es, auch kanadische Behörden würden einbezogen. Wenn das Bundesjustizministerium der Auslieferung zustimme, gebe es keine Hindernisse mehr.

Der Mann könnte dann in ein Flugzeug gesetzt und flankiert von kanadischen Sicherheitsbeamten in die Heimat überstellt werden. Anfangs war mit einem eher langwierigen Verfahren gerechnet worden. Nun könnte es schneller als ursprünglich gedacht zu Ende gebracht werden.

Blog eines französischen Zeugen

Radiointerview mit Zeugen, frz.

Bericht der «Montréal Gazette»

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sondierungen in Berlin

Optimismus und Skepsis nach Jamaika-Gesprächen

Berlin Jamaika ausloten, Tag zwei: FDP und Grüne wollten am Donnerstag bei ihrem Treffen bei Blumenkohlsuppe und Streuselkuchen nicht zu sehr in Verletzungen der Vergangenheit rumwühlen. Nebenbei rumort es aber ordentlich - vor allem im konservativen Lager.mehr...

Fußball: Champions League

FC Bayern schlägt Celtic Glasgow ohne Probleme

MÜNCHEN Der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München hat den Einzug in das Achtelfinale der Champions League wieder fest im Visier. Die Münchner gewannen am Mittwoch am dritten Spieltag der Gruppe B daheim 3:0 (2:0) gegen Celtic Glasgow.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Urteil naht

13 Jahre Haft gefordert: Camperin vergewaltigt?

BONN 156 Monate Freiheitsentzug – das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall gegen einen 31-Jährigen. Dieser soll im April in der Nähe von Bonn eine junge Frau bedroht und vergewaltigt haben. Am Donnerstag soll das Urteil fallen. Der Angeklagte hat zum Vorfall eine völlig andere Sichtweise.mehr...

Politik

Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin

Dresden (dpa) Bei der Bundestagswahl jubelte die AfD in Sachsen - und löste die CDU als stärkste Kraft im Freistaat ab. Nun zieht Regierungschef Tillich persönliche Konsequenzen. Seine CDU wird kalt erwischt.mehr...