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Mutter des ersten Babys gewinnt Reise

LÜTGENDORTMUND An Silvester freuen sich die meisten Menschen auf eine ausgelassene Feier - auf einen ruhigen Abend hoffen hingegen die Pfleger und Ärzte des Evangelischen Krankenhauses Lütgendortmund.

von Von Karin von Chieminski

, 28.12.2007
Mutter des ersten Babys gewinnt Reise

Anna Richwin (hier mit (v.l.) Pflegedienstleiterin Annette Denzig und Schwester Stephanie Müller) bleibt über Silvester im Krankenhaus.

"Dann können auch wir gemütlich zusammen sitzen, etwas essen und den Countdown mitzählen", spricht Dr. Murat Koc von der Geburtsstation aus Erfahrung. Doch das kann man vorher nie wissen, "Während einer Geburt muss ich konzentriert weitermachen, auch wenn ich das Feuerwerk schon höre und kann dann erst später Glückwünsche austauschen." Einmal habe er zwei Minuten vor Mitternacht eine Entbindung geleitet. Die frisch gebackenen Eltern und Verwandte hätten den Countdown ins neue Jahr gezählt - in dem ganzen Trubel allerdings etwas verspätet.

Für das erste Neujahrskind und seine Eltern hat sich Professor Jäger eine besondere Überraschung ausgedacht: "Der ersten Mutter, die ihr Kind zwischen 0.00 und 6 Uhr bekommt, schenke ich einen Kurzreise nach Mallorca." Sonst seien Silvester und Weihnachten keine beliebten Entbindungs-Termine, auch nicht bei geplanten Kaiserschnittgeburten.

Weihnachten und nun auch Silvester verbringt die Patientin Anna Richwin zum zweiten Mal wie schon vor fünf Jahren auf der Chirurgiestation. "Ich habe die leckeren Lachsbrötchen gegessen, Sekt durfte ich nicht trinken wegen der Medikamente", erinnert sich die 85-Jährige, "ich habe ferngesehen und um Mitternacht vom Bett aus das Feuerwerk beobachtet." Dass viele ältere Patienten es gar nicht so schlimm finden über die Feiertage im Krankenhaus zu sein, wissen Schwester Stephanie Müller und Pflegedienstleiterin Annette Denzig: "Die feiern nicht mehr so viel und bekommen an den Tagen mehr Besuch im Krankenhaus als sonst, weil viele Verwandte Urlaub haben."

Leichte Verbrennungen

Etwas feiern und essen geht tatsächlich auch in der Notfallaufnahme. Es sei denn, es kommen Verletzte nach Prügeleien und Alkoholisierte. "Aber an Silvester wird wenigstens über den Abend verteilt getrunken, wenn Kirmes ist, ist das schlimmer", berichtet Schwester Sandra Freind, "dafür gibt es ein paar Knaller-Verbrennungen, aber das wird dank Aufklärung und Vorsicht von Jahr zu Jahr weniger."