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Mutu akzeptiert Rekordstrafe nicht

Hamburg (dpa) Die FIFA-Gentlemen haben zur Kasse gebeten, doch Adrian Mutu will die mit 17,2 Millionen Euro höchste Geldstrafe der Fußball-Geschichte nicht widerspruchslos hinnehmen.

Mutu akzeptiert Rekordstrafe nicht

Der Rumäne Adrian Mutu muss eine Strafe an seinen ehemaligen Verein zahlen.

Der Anwalt des rumänischen Fußball-Stars, Paolo Rodella, hat Einspruch angekündigt und bereitet nach Informationen der «Gazzetta dello Sport» bereits eine Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS vor. Tags zuvor hatte die beim Fußball-Weltverband FIFA für die Lösung von Streitfällen zuständige Kammer DRC (Dispute Resolution Chamber) die drastische Geldbuße gegen den des Drogenmissbrauchs überführten EM-Star verhängt. Mutu bleibt als letzte Instanz noch der Gang nach Lausanne: Allerdings hatte der CAS im Mai 2007 entschieden, dass die FIFA im «Fall Mutu» die Höhe der Strafe festlegen soll.

Der Fußball-Weltverband hat Chelsea die Millionen-Abfindung nun zugesprochen, weil Mutu gegen seinen Vertrag verstoßen hatte. Denn der Rumäne war vor vier Jahren positiv auf Kokain getestet und für sieben Monate gesperrt worden. Der FC Chelsea entließ den Torjäger daraufhin im Oktober 2004. Überaus verstimmt waren die Londoner später auch darüber, dass der 2003 für 19 Millionen Euro vom AC Parma geholte Stürmer nach Ablauf seiner Sperre ablösefrei zu Juventus Turin wechselte. Inzwischen verdient Mutu sein Geld beim AC Florenz.

Ballack-Club FC Chelsea nahm das FIFA-Urteil mit großer Genugtuung zur Kenntnis. «Das ist eine wichtige Entscheidung für den Fußball», teilte der Premier-League-Club auf seiner Homepage mit. «Die FIFA-Kommission hat uns nicht nur eine bedeutende Geldsumme zuerkannt. Sie hat die verheerenden Folgen, die Drogenmissbrauch im Fußball hat, und die Verantwortung, die wir in dem Bereich haben, deutlich gemacht.»

«Adrian ist einer unserer Spieler. Und wenn ihm etwas Negatives passiert, tut mir dies leid», sagte Geschäftsführer Sandro Mencucci vom AC Florenz. Allerdings hatte sich die drastische Strafe für Mutu bereits abgezeichnet. Als bei der EM im Juni in Österreich und der Schweiz von einer möglichen 12-Millionen-Euro-Buße die Rede war, reagierten Rumäniens Verbandsfunktionäre mit Unverständnis. Einige drehten den Spieß sogar um: «Eigentlich müsste Chelsea ihm eine Entschädigung zahlen», meinte Coach Victor Piturca damals. Der Verband sagte seinem Schlüsselspieler, der sein Land mit seinen Toren erstmals seit 2000 wieder zu einer EM geschossen hatte, Unterstützung zu. «Wir werden Adrian so gut es geht helfen», sagte FRF-Repräsentant Florin Prunea, «er wurde schließlich gezwungen, Chelsea zu verlassen.» Das zuständige FIFA-Gremium sah dies jedoch ganz anders.

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