Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Milzbrand-Gefahr in Ruhrgebiet und Münsterland

NRW-Betriebe rufen Rindfleisch zurück

NRW Mehrere Fleischbetriebe in Nordrhein-Westfalen rufen Rindfleisch zurück, das Anfang Oktober in den Verkauf gelangt ist. Es stammt laut nordrhein-westfälischer Behörden aus einer Lieferung aus Polen - und ist möglicherweise bakteriell verseucht. Verkauft wurde es sowohl im Münsterland als auch im Ruhrgebiet.

NRW-Betriebe rufen Rindfleisch zurück

In Deutschland werden im Jahr mehr als 7 Millionen Tonnen Fleisch und Fleischerzeugnisse verbraucht. Foto: Patrick Pleul

"Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes" werde in Nordrhein-Westfalen in mehreren Betrieben Fleisch zurückgerufen, das möglicherweise bakteriell verunreinigt sei, teilte das Verbraucherschutz-Ministerium am Montag

mit. 

  Betroffen sind laut dem Portal "

" Fleischbetriebe im Ruhrgebiet und im Münsterland. Das Rindfleisch stamme aus einer Lieferung aus Polen, zu der es eine Warnmeldung der niederländischen Behörden gegeben habe. "Zwei in Polen geschlachtete Rinder stammen aus einem Betrieb in der Slowakei, bei dem Ende September bei einem Tier Milzbrand festgestellt worden ist" heißt es beim Verbraucherschutzministerium.

Fragen und Antworten

Milzbrandgefahr in Rindfleisch

NRW Mehrere Fleischbetriebe in NRW rufen Rindfleisch zurück. Möglicherweise ist das Fleisch mit dem Milzbranderreger verunreinigt. Was Verbraucher tun können und welche Produkte konkret betorffen sind, lesen Sie hier.mehr...

Milzbrand oder Anthrax ist eine bakterielle Infektionserkrankung, die meist Tierbestände in Afrika, Asien und Teilen Europas befällt. Gefährdet sind vor allem Paarhufer wie Schafe oder Rinder. Dass Menschen betroffen sind, kommt in Industrieländern äußerst selten vor. Meist infizieren sich Menschen aus Risikogruppen wie Bauern oder Tiermediziner. Der Erreger breitet sich in der Regel auf der Haut aus, kann aber auch Lunge oder Darm befallen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es weltweit etwa 2000 Fälle von Hautmilzbrand jährlich. Die Infektion wird mit Antibiotika behandelt, ohne Therapie kann sie tödlich verlaufen.

Zum Zeitpunkt der Schlachtung in Polen habe es bei den beiden Rindern keine Anzeichen einer Erkrankung gegeben. Eine Infektion der Tiere mit dem Erreger sei zwar nach aktuellem Kenntnisstand wenig wahrscheinlich, könne aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.  Das Fleisch sei von Polen in die Niederlande geliefert, dort weiter zerlegt und auch nach Deutschland geliefert worden, heißt es beim Verbraucherschutzministerium. Nach der Information durch die niederländischen Behörden hätten die nordrhein-westfälischen Behörden umgehend die Lieferwege in NRW ermittelt. Noch im Handel vorhandenes Fleisch sei durch die zuständigen Behörden der Kreise gesperrt und zurückgerufen worden. "Bei mehreren Betrieben wurde das betreffende Frischfleisch über die Fleischtheken verkauft. Es handelt sich dabei um Produkte, die im Zeitraum Ende September bis Anfang Oktober verkauft wurden", so das Verbraucherschutzministerium.

Die Behörden der Kreise haben die Betriebe vor Ort informiert und einen Produktrückruf sowie eine Information der Verbraucherinnen und Verbraucher über einen Filialaushang veranlasst. Die Aushänge sind demnach in Betrieben in Rhynern, Duisburg, Gelsenkirchen, Ahaus, Legden, Vreden, Mülheim an der Ruhr und Kerken zu sehen. Mal sind vier Kilogramm schwere "Rindfleisch-Kugeln" angegeben, mal "Rinderbraten" und in zwei Fällen auch "Roastbeef". Bereits am Freitag waren bei einer Bremer und einer Augsburger Firma Fleischrückrufe erfolgt. Auch dort waren es Vorsichtsmaßnahmen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Urteil naht

13 Jahre Haft gefordert: Camperin vergewaltigt?

BONN 156 Monate Freiheitsentzug – das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall gegen einen 31-Jährigen. Dieser soll im April in der Nähe von Bonn eine junge Frau bedroht und vergewaltigt haben. Am Donnerstag soll das Urteil fallen. Der Angeklagte hat zum Vorfall eine völlig andere Sichtweise.mehr...

Freundin erwürgt

Lebenslange Haft für Münsterländer Schausteller

Münster Es klingt wie die Geschichte aus einem Kriminalroman. Ein Kirmes-Schausteller verliebt sich in eine Besucherin. Dann bestiehlt er sie und bringt sie schließlich um. Unfassbar: Erst im Krankenhaus starb das Opfer. Zwischen der Tat und dem Tod beklaute der Schausteller aus Recke im Kreis Steinfurt seine Freundin erneut. Da kam das Urteil nun wenig überraschend.mehr...

Rockerclub verboten

Razzia bei den Hells-Angels: Keine Festnahmen

DÜSSELDORF Das NRW-Innenministerium hat am Mittwochmorgen das Hells Angels Chapter in Erkrath sowie deren Unterstützerorganisation Clan 81 Germany verboten. Bei mehreren Razzien in 16 Städten in NRW beschlagnahmten Polizisten daraufhin Motorräder, Waffen und Bargeld.mehr...

Überblick mit Fotos

Bilder des Tages: Rot gefärbte Hunde beißen nicht

Deutschland Emotional, spannend, lustig. Jeden Tag fangen Fotografen auf der ganzen Welt spannende Momente mit ihrer Kamera ein. Wir stellen hier unsere Lieblingsbilder vor und erzählen die Geschichte dazu.mehr...

Jamaika-Koalition

Union und FDP optimistisch nach erstem Treffen

BERLIN Nach dem ersten Treffen zwischen Union und FDP schauen beide Parteien optimistisch auf die kommenden Sondierungsgespräche. CDU-Generalsekretär Peter Tauber äußerte sich zuversichtlich über die Zukunft einer möglichen Jamaika-Koalition.mehr...

Erste Neuaufstellung bundesweit

AfD-Fraktion in Iserlohn ist jetzt "Blaue Fraktion"

ISERLOHN. Die AfD hat sich im Iserlohner Rat als „Blaue Fraktion“ nach dem Leitbild von Frauke Petrys „Blauer Partei“ neu aufgestellt. Dem Weg von Alexander Gauland und Co. will sie nicht folgen. Sie hat ganz eigene Ideen, wie die Politik innerhalb der Fraktion in Zukunft gemacht werden soll.mehr...