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NRW erhofft sich Schub durch Freihandel mit Japan

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen könnte vom Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan erheblich profitieren: Die NRW-Landesregierung und die Landeshauptstadt Düsseldorf erhoffen sich einen Aufschwung des Handelsvolumens und der Investitionen zwischen NRW und der Wirtschaftsmacht in Fernost. „Der Abschluss der Verhandlungen ist ein echter Lichtblick in Zeiten eines zunehmenden Protektionismus“, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitag. Dadurch entstehe die größte Freihandelszone der Welt.

NRW erhofft sich Schub durch Freihandel mit Japan

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Foto: Federico Gambarini/Archiv

„Das ist ein Meilenstein in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union, Deutschland und Japan“, sagte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) am Freitag. In Düsseldorf als größter japanische Gemeinde in Kontinentaleuropa siedelten sich bereits jährlich 23 neue japanische Unternehmen an. Durch den Brexit, also den Austritt Großbritanniens aus der EU, könnten japanische Unternehmen zudem ihre Europazentralen nach Düsseldorf verlagern.

Derzeit seien 617 japanische Unternehmen in NRW mit 42 000 Arbeitsplätzen vertreten. Nach Angaben des Ifo-Instituts könnten die deutschen Exporte nach Japan um bis zu 70 Prozent steigen. Das Freihandelsabkommen schaffe 98 Prozent der Zölle ab, betonte der japanische Generalkonsul Ryuta Mizuuchi. Es sei ein Modell für eine künftige Weltwirtschaftsordnung.

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