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Nach 144 Stunden fehlen 400 Meter

Am Ende der 144 Stunden fehlten ganze 400 Meter auf die Sieger Bruno Risi/Franco Marvulli.

Nach 144 Stunden fehlen 400 Meter

Andreas Beikirch (vorne) und Erik Mohs bilden ein Team.

Und doch waren Sparkassen-Routinier Andreas Beikirch und sein junger Partner Erik Mohs die wahrscheinlich glücklichsten Menschen in der Münchner Olympiahalle. Mit zwei Runden Rückstand hatten der 37-jährige Beikirch und der 21-jährige Mohs Platz fünf bei der 44. Auflage der Six Days in der bayrischen Landeshauptstadt belegt.

"Wir können es noch gar nicht fassen. Wenn uns vor dem Start jemand gesagt hätte, dass wir Platz fünf belegen würden, hätten wir ihn für verrückt gehalten", gestand Beikirch, und gab damit auch die Meinung seines Leipziger Partners wieder. "Ich habe Hochachtung vor dieser Mannschaft", zollte Münchens Sportlicher Leiter Siggi Renz dem Duo Beikirch/Mohs seinen ehrlichen Respekt.

Starker Profi

Denn ganz unumstritten war die Maßnahme nicht, diese altersmäßig so ungleiche Mannschaft auf die Bahn zu schicken. "Ich habe einen ehrlichen und starken Profi gesucht. Andreas Beikirch hat mich nicht enttäuscht. Er hat Erik Mohs ganz hervorragend geführt und ihm wichtige Tipps gegeben", so Renz

Und fast hätte es für den Bahn-Spezialisten aus dem Team Sparkasse noch zu einem Platz auf dem Treppchen gereicht; zumindest Platz vier war in Reichweite. "Möglich ist ja alles, aber wirklich ernsthaft hatten wir nun doch keine Chance Platz drei zu erreichen", kommentierte Beikirch das spannende Finale. Hinter Risi/Marvulli und Zabel/Lampater folgten die Holländer Slippens/Stam mit einer Runde Rückstand auf Platz drei. Mit zwei Runden Rückstand folgten dann Bartko/Keisse und Beikirch/Mohs, wobei Letztere allerdings 33 Punkte weniger auf ihrem Konto hatten.

Kein Ausruhen

Ausruhen kann sich Andreas Beikirch trotz dieses großartigen Auftritts aber nicht. Am 20. November geht der gebürtige Rheinländer bereits im belgischen Gent an den Start der dortigen Six Days. "Die vier Tage Pause werde ich jetzt zur Regeneration nutzen, immerhin habe ich jetzt mit Amsterdam, Dortmund und München drei 6-Tage-Rennen in Folge absolviert", so Beikirch, der in der Dortmunder Westfalenhalle zusammen mit Robert Bartko Platz drei belegt hatte. Beide hatten das Rennen drei Tage lang angeführt und verloren das Trikot der Spitzenreiter erst in der finalen Jagd über eine Stunde an Risi/Marvulli.

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