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Nach Hilferuf: Wittener Jobagentur hätte Geld für mehr Personal gehabt

WITTEN Erschöpfte Mitarbeiter, immer neue Gesetzesgrundlagen - Anke England, Leiterin der Wittener Jobagentur hatte vor gut sechs Wochen Alarm geschlagen: Ihr Team sei zu klein und völlig überlastet. Jetzt stellt sich heraus: Es wäre mehr Geld für Personal da gewesen.

Nach Hilferuf: Wittener Jobagentur hätte Geld für mehr Personal gehabt

Der Arbeitsmarkt hat ein wenig Entspannung erfahren.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Ralf Brauksiepe hatte das Bundesarbeitsministerium um eine Stellungnahme in dieser Angelegenheit gebeten.

Jetzt hat er die Agentur angeschrieben und formuliert als Ergebnis seiner Nachforschungen: „Ich habe den Eindruck, dass Ihre Probleme durchaus aus eigener Kraft lösbar gewesen wären.“ Dabei verweist er auf Geldbeträge, die nach Auskunft des Ministeriums noch zur Verfügung gestanden hätten, um das Personalproblem zu lösen: Aus dem Eingliederungsbudget des zuständigen Ennepe-Ruhr-Kreises seien im Haushaltsjahr 2007 rund 209 000 Euro nicht abgerufen worden, zusätzliche 188 000 Euro habe der Kreis außerdem zur Aufstockung dieses Budgets erhalten.

Diese Summen, so Brauksiepe, hätten aus seiner Sicht durchaus fürs Personal in Witten verwendet werden können. „Möglicherweise kommen aber Umstände hinzu, die ich von hier aus nicht überblicken und beurteilen kann“, schränkt der Abgeordnete ein. Von denen sprach am Donnerstag auf RN-Anfrage der Kreis-Kämmerer Dr. Jürgen Brückner: Die 188 000 Euro seien ausgegeben worden. Was die 209 000 Euro betrifft, räumte er ein: „Die hätte man wirklich umschichten können, doch wir wussten praktisch erst am Jahresende 2007, dass das Geld wirklich übrig ist.“ Da sei es zu spät gewesen.

Die Maßnahmen, die mit den Eingliederungsmitteln bezahlt werden, müssten zu sehr unterschiedlich Zeitpunkten abgerechnet werden. Planansätze und tatsächliche Ausgaben würden dabei nie übereinstimmen: „Da ist man dann lieber ein bisschen vorsichtig“, erklärte Brückner. Unterdessen arbeiten sich in der Wittener Jobagentur die versprochenen vier Aushilfskräfte ein. Brückner: „Wir prüfen außerdem, ob wir spezielle Aufgaben nicht auf die Kreisebene verlagern können, um die Regionalstellen zu entlasten.“

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