Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nach Olympia geht's los

EHRENFELD René Schramm und Niels Stein trainieren hart. In drei Wochen geht es nach China zu den Paralympics, die vom 6. bis 17. September stattfinden.

von von Kirsten Menzel

, 07.08.2008
Nach Olympia geht's los

Rugby-Trainer Bert Metzger und die Leichtathleten René Schramm und Niels Stein (v.l.) fahren bald zu den Paralympics nach China. Meike Kessel und Hans-Dieter Frieburg organisieren im Bergmannsheil den Tag der offenen Tür.

Zuvor werden die beiden Leichtathleten am Freitag, 15. August, beim Tag der offenen Tür des Bergmannsheil mit anderen paralympischen Sportlern des Landes NRW offiziell verabschiedet. Angelika Rüttgers, Ehefrau des Ministerpräsidenten, kommt zu diesem Anlass nach Bochum.

Im Rahmen der bundesweiten Info-Tour der berufsgenossenschaftlichen Kliniken lädt das Bergmannsheil alle Interessierten von 13 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Die Besucher können sich auf einem Gesundheitsparcours ihren Blutzuckerwert oder ihr Schlaganfallrisiko checken lassen, sich bei einer Kurzmassage entspannen oder den Hubschrauberlandeplatz besichtigen. Preise winken beim Turnier am rollstuhlgerechten Kicker-Tisch. Gelegenheit, mit den Sportlern ins Gespräch zu kommen, gibt es bei Vorträgen und Talkrunden, die der Sportreporter Marcel Bergmann moderiert.

Schnürsenkel binden

Bei der diesjährigen Info-Tour steht der Behinderten- und Rehasport im Mittelpunkt. In der Unfallklinik Bergmannsheil arbeitet Sportlehrer Hans-Dieter Frieburg vor allem mit amputierten oder querschnittsgelähmten Patienten. Sowohl Ballsportarten als auch Schwimmen, Leichtathletik oder Radfahren tun dem Körper und der Psyche gut. "Das Training stärkt das Selbstbewusstsein", weiß Frieburg. Dies kann auch Bert Metzger bestätigen. "Wer Sport betreibt, wird auch im Alltag mit dem Rollstuhl sicherer", sagt der Co-Trainer der Nationalmannschaft im Rollstuhl-Rugby, das mit speziellen Rollstühlen gespielt wird.

Die sportliche Motivation auf den Alltag zu übertragen, findet René Schramm wichtig. Oft musste der halbseitig gelähmte Spastiker bei Wettbewerben den Konkurrenten die Schnürsenkel binden. "Dafür habe ich auch die Medaille verdient", lacht der 31-Jährige, der in Sydney Bronze gewann. Im 100m-Lauf treten Schramm und der 16-jährige Nachwuchssportler Niels Stein in Peking an. "Ich will ins Finale", definiert Schramm sein Ziel. Als Belohnung geht es vor der Rückreise auf die chinesische Mauer.