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Suche nach drei Tätern

Nach Überfall führt die Spur zur RAF

DIEPHOLZ Im vergangenen Sommer überfallen drei Täter einen Geldtransporter in der Nähe von Bremen. Sie gehen mit großer Brutalität vor. Erfolg haben sie nicht. Nun wird bekannt: Das Trio soll früher der linken Terrororganisation RAF angehört haben.

Nach Überfall führt die Spur zur RAF

Zwei der gesuchten Ex-RAF-Terroristen sind Burkhard Garweg (l) und Ernst-Volker Wilhelm Staub.

Bei den nach dem Raubüberfall gesuchten Ex-RAF-Terroristen handelt es sich um Daniela Klette, Ernst-Volker Wilhelm Staub und Burkhard Garweg. Diese Informationen des NDR wurden der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Berlin in Sicherheitskreisen bestätigt.

Ihre genetischen Fingerabdrücke waren nach einem Überfall auf einen Geldtransporter am 6. Juni in Stuhr bei Bremen im Landkreis Diepholz gesichert worden. Alle drei Beteiligten sollen dem NDR-Bericht zufolge unter anderem 1993 an dem Sprengstoffanschlag auf die Justizvollzugsanstalt in Weiterstadt in Hessen beteiligt gewesen sein. Auch damals seien ihre DNA-Spuren gefunden worden.

Nach dem Fund der DNA wollten die niedersächsischen Ermittler zunächst keine näheren Angaben zu den Verdächtigen machen. Weder die Staatsanwaltschaft Verden, noch das Landeskriminalamt und die Polizei in Diepholz sagten etwas zu den Identitäten der Gesuchten.

Keine Bestätigung vom BKA

Eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA) wollte ebenfalls nicht bestätigen, dass es sich bei den DNA-Spuren um die drei RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub, Daniela Klette und Burkhard Garweg handelt. Allerdings dementierte die Sprecherin dies auch nicht.

Bei dem Überfall auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarkts in Stuhr bei Bremen hatten drei Maskierte auf einen gepanzerten Geldtransporter geschossen. Verletzt wurde niemand. Die Täter flüchteten ohne Beute. Nach dem Überfall werden die DNA-Spuren entdeckt. Dem NDR-Bericht zufolge wurden Spuren der drei RAF-Mitglieder auch nach einem Überfall 1999 in Duisburg auf einen Geldtransporter entdeckt.

Die RAF hatte sich 1998 für aufgelöst erklärt. Einige ihrer Mitglieder sind bis heute verschwunden und stehen auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamts. 

Die linksextreme Terrororganisation RAF hatte sich 1998 für aufgelöst erklärt. Einige ihrer damaligen Mitglieder sind aber bis heute verschwunden und stehen weiter auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamts. Mehr als zwei Jahrzehnte lang war die RAF in Deutschland der Inbegriff von Gewalt und Mord, mehr als 30 Menschen starben durch den RAF-Terror.

Von dpa

 

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