Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Elfmeter in der Halbzeitpause

Nach Videosbeweis-Irrsinn: Mainz schlägt Freiburg 2:0

Mainz Erst Pausenpfiff, dann Videobeweis: Ein kurioser Elfmeter hat dem FSV Mainz 05 zum Befreiungsschlag im Abstiegskampf verholfen und die Hoffnungen des Hamburger SV und des 1. FC Köln auf eine Rettung vor dem Absturz in die 2. Liga auf ein Minimum schrumpfen lassen.

Nach Videosbeweis-Irrsinn: Mainz schlägt Freiburg 2:0

Die Freiburger Nils Petersen (l-r), Torwart Alexander Schwolow, Marc-Oliver Kempf und Caglar Söyüncü wehren den Ball gegen die Mainzer Alexander Hack (r) und Abdou Diallo (3.v.r.) ab. Foto: Arne Dedert/dpa

Dank des 2:0 (1:0)-Sieges gegen den SC Freiburg schoben sich die Mainzer vier Spiele vor Saisonschluss mit 30 Zählern an den punktgleichen Breisgauern vorbei auf Rang 15 und verschärften die dramatische Situation für den HSV und Köln, deren Rückstand auf den Relegationsplatz nun schon acht beziehungsweise neun Punkte beträgt.

Pablo De Blasis beendete mit einem Doppelpack die Mainzer Negativserie von sechs sieglosen Spielen. Zunächst traf der Argentinier per Handelfmeter (45.+7), dann nach einem kapitalen Schnitzer von SC-Torwart Alexander Schwolow (79.).

Kurioser Elfmeter

26.407 Zuschauer erlebten am Montagabend ein Novum, das schon jetzt einen Platz in den Annalen der Fußball-Bundesliga sicher hat. Denn Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) hatte bereits zur Halbzeit gepfiffen, als er wegen eines Handspiels des Freiburgers Marc-Oliver Kempf bei der letzten Aktion im ersten Durchgang ein Signal von Video-Assistentin Bibiana Steinhaus erhielt. Nach Ansicht der TV-Bilder gab Winkmann Elfmeter - zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste schon längst in der Kabine. Erst sieben Minuten später, als die Freiburger auf den Rasen zurückgekehrt waren, trat De Blasis an und vollendete eiskalt.

„Das müssen wir akzeptieren. Es wird immer kurioser“, sagte SC-Sportvorstand Jochen Saier bei Eurosport. „Aber es ist schon regelkonform.“

Dortmund Der Präsident von Eintracht Frankfurt spricht sich gegen Rassismus aus und muss sich dafür im "Aktuellen Sportstudio" mehrfach rechtfertigen. Für das ZDF "eine journalistische Selbstverständlichkeit."mehr...

Protest gegen Montagsspiele

Fans beider Mannschaften protestierten vor der Partie mit Plakaten und lauten Pfiffen. „Gegen Montagsspiele“ schrieben sie in großen Lettern, die an der Außenlinie aufgestellt waren. Weil es eine Weile dauerte, bis das Protestmaterial weggebracht worden war, verzögerte sich der Anpfiff um einige Minuten. Die Deutsche Fußball Liga hatte die Einführung von fünf Montagsspielen in dieser Saison mit der Entlastung für die Europa-League-Teilnehmer begründet. Auch der Start der zweiten Hälfte verzögerte sich, weil Zuschauer Klopapier auf das Spielfeld warfen.

Zu Beginn hatten beide Teams Mühe, in die Partie zu finden. Von einer ständigen und ungewohnten Geräuschkulisse begleitet, die an den Klang der Vuvuzelas bei der WM 2010 in Südafrika erinnerte, konnte sich weder Mainz noch Freiburg wirkliche Vorteile erspielen. Es dauerte knapp 20 Minuten, ehe Abdou Diallo die erste Chance hatte. Nach einer Freistoß-Flanke von Danny Latza verfehlte der Mainzer Verteidiger das Freiburger Tor knapp.

Die Gastgeber erhöhten nun zwar etwas den Druck, kamen aber kaum gefährlich zum Abschluss. Das fußballerische Niveau blieb überschaubar. Zweikämpfe und Laufarbeit prägten das Geschehen.

Dortmund Der Präsident von Eintracht Frankfurt spricht sich gegen Rassismus aus und muss sich dafür im "Aktuellen Sportstudio" mehrfach rechtfertigen. Für das ZDF "eine journalistische Selbstverständlichkeit."mehr...


Schwolow leistete sich einen Patzer

Nach der deutlich verlängerten ersten Hälfte und dem kuriosen Gegentreffer versuchte Freiburg ab dem Wiederanpfiff, energischer nach vorne zu spielen. Den Gästen fiel in der Offensive jedoch nicht viel ein. Mainz stand hinten sicher und verfehlte durch einen De-Blasis-Schlenzer knapp das 2:0 (57.). Kurz darauf setzte Freiburgs Tim Kleindienst einen Kopfball auf die Latte des eigenen Tores (64.).

Elf Minuten vor Schluss hatte der SCF weniger Glück: Schwolow leistete sich einen Riesenpatzer und passte den Ball zum Mainzer Quaison. Der Schwede legte quer und De Blasis musste nur noch einschieben. Das Spiel war entschieden. Freiburg probierte zwar nochmal alles, doch mehr als ein Lattentreffer von Nils Petersen sprang nicht dabei heraus.

Von dpa

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Liverpool trifft auf Real Madrid

Klopp will außergewöhnliche Reise perfekt machen

KIEV Mit der Anreise nach Kiew haben Real Madrid und der FC Liverpool die heiße Phase eingeläutet. Experten erwarten ein hochklassiges Spiel. Für Ärger sorgen indes die hohen Hotelpreise in Kiew.mehr...

Wolfsburgs Frauen verpassen zweites Triple

Bittere 1:4-Niederlage gegen Titelverteidiger Lyon

KIEV Der zweite Kraftakt innerhalb von fünf Tagen war für den VfL Wolfsburg zuviel. Die Grün-Weißen verpassten im Champions-League-Finale gegen Titelverteidiger Lyon das zweite Triple der Clubgeschichte. Jubeln durfte dagegen Dzsenifer Marozsan.mehr...

Manuel Neuer steht im Fokus

DFB-Torhüter voll im Training - Löw ist zufrieden

EPPAN Rund 150 Medienvertreter schauen auf Manuel Neuer, als der in Südtirol das komplette Torwarttraining bestreitet. Stand jetzt gebe es keine Probleme, informiert der Bundestrainer. Doch ein Restrisiko bleibt nach der langen Verletzungspause. Neuer braucht 100 Prozent.mehr...

Nationalelf im Trainingslager

„Basis legen“: Joachim Löws Ziele und Baustellen

Eppan Bis zum 7. Juni bereitet sich die Fußball-Nationalmannschaft in Südtirol auf die WM vor. Zahlreiche Fragezeichen sollen bis dahin beseitigt werden. Vier Akteure werden schon vorher abreisen müssen.mehr...

Aue gewinnt Relegation gegen den KSC

Dreierpack rettet Zweitligisten vor Abstieg

AUE Nervenzerreißend war der Kampf gegen den Abstieg in der zweiten Liga, am Dienstagabend fand er seinen Schlusspunkt. Erzgebirge Aue feiert einen 3:1-Sieg gegen den Karlsruher SC. Alle drei Tore schießt Sören Bertram. Zuletzt hatte dieser am neunten Spieltag getroffen.mehr...

Zwayer steht in der Kritik

Videobeweis und Schiedsrichter vor Bewährungsprobe

BERLIN Nach dem DFB-Pokalfinale steht schon wieder Felix Zwayer wegen seiner Auslegung des Videobeweises in der Kritik. Ausgerechnet der Berliner ist bei der WM nun als Video-Schiedsrichter aktiv. Ein Bayern-Nationalspieler fordert ein grundlegendes Nachdenken.mehr...