Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Nach heftigen Gewittern kommt tropische Hitze

Bochum/Berlin. Heftige Unwetter fegen über Deutschland. Zwei Frauen werden vom Blitz getroffen. Straßen und Keller laufen voll Wasser und Schlamm. Nun steht eine tropische Wetter-Woche bevor - und neues Unheil droht.

Nach heftigen Gewittern kommt tropische Hitze

Nach heftigen Regenfällen sind die Straßen in Fischbach in Rheinland-Pfalz nach Polizeiangaben teilweise meterhoch überflutet. Foto: Christian Schulz/Foto Hosser

Nach schweren Unwettern mit Hagel und Schlammlawinen drohen in Teilen Deutschlands neue Überschwemmungen. Vor allem am Dienstag müsse mit heftigen Unwettern mit Starkregen und Sturzfluten gerechnet werden, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Doch auch danach bis einschließlich Donnerstag soll das Wetter ungemütlich sein - mit örtlichem Starkregen und Hagel. Vor allem in Ostdeutschland herrscht zudem vielerorts höchste Waldbrandgefahr. Es wird in den kommenden Tagen fast tropisch heiß: Bis zu 33 Grad Celsius werden erwartet.

Bereits am Sonntag hinterließen gewaltige Regenfälle in mehreren Regionen große Schäden. Menschen wurden vom Blitz getroffen. Schwere Gewitter verwandelten Straßen in reißende Bäche und ließen Keller mit Wasser und Schlamm volllaufen. Autos wurden von Fluten weggerissen.

Besonders von den Unwettern betroffen waren am späteren Sonntag Hessen, der Südwesten von Rheinland-Pfalz, Thüringen und das Vogtland in Sachsen. In den betroffenen Orten begann die neue Woche mit großem Kehraus in vollgelaufenen Kellern und auf verschlammten Straßen.

Bei Bochum traf ein Blitz zwei 21 und 23 Jahre alte Frauen, als sie auf einem Fuß- und Radweg Handyfilme von sich machten. Wie die Feuerwehr mitteilte, musste eine der Frauen am Sonntagabend wiederbelebt werden. Die 23-Jährige schwebte am Montag noch in Lebensgefahr.

In Nordhessen berichtete die Feuerwehr von Schlamm- und Hagellawinen. In mehreren Häusern habe sich der Hagel durch Türen und Fenster gedrückt. „Die Keller standen voll damit“, sagte der Stadtbrandinspektor von Waldkappel, Carsten Degenhardt. An anderen Stellen lagen die Eiskügelchen mehrere Zentimeter hoch.

Auf Bildern aus dem hessischen Hetzerode war zu sehen, wie Wasser durch die Straßen floss und Autos einschloss. In einem Ort nahe Gießen stand das Wasser zeitweise einen halben Meter hoch auf der Straße.

In Rheinland-Pfalz galt laut Polizei in zwei Orten Katastrophenalarm. „Mehrere Ortschaften sind komplett überflutet“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Am stärksten traf es demnach die Orte Fischbach und Herrstein östlich von Trier. Dort stand das Wasser teils meterhoch, die Stromversorgung brach zusammen. Durch Herrstein sei eine 1,60 Meter hohe Flutwelle gerollt, teilte die Kreisverwaltung mit. Autos seien von Wassermassen mitgerissen worden.

Mindestens 50 Fahrzeuge wurden im Kreis Birkenfeld durch die Fluten beschädigt, wie die Verwaltung mitteilte. Etliche Fahrzeuge seien durch einen rasant angestiegenen Bach ineinander geschoben worden. Über 360 Gebäude seien in insgesamt vier Gemeinden überflutet worden.

Eine Messstation in der Region registrierte dem DWD zufolge fast 150 Liter Regen pro Quadratmeter in drei Stunden. Örtlich könnten es sogar in der Spitze um die 160 Liter gewesen sein, schätzte ein Meteorologe. „Das ist mehr als der übliche Monatsniederschlag.“

Deutschland steht nun eine fast tropische Wetter-Woche bevor. Es wird feucht und heiß bei Temperaturen bis zu 33 Grad. „Das ist für Ende Mai schon eindrucksvoll“, sagte Meteorologe Thomas Ruppert. In Kombination mit der feuchten Luft bekomme das Wetter „einen leicht tropischen Anstrich“. Am heißesten wird es in Norddeutschland.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Panorama

10.200 Kilometer: Sommerferien beginnen mit Staurekord

München/Frankfurt/Main. Geduldprobe zu Urlaubsbeginn: Statt rasch zum Ferienziel zu gelangen stehen viele genervte Autofahrer stundenlang auf den Autobahnen. Der ADAC hat drei Erklärungen dafür.mehr...

Panorama

Der Sommer kehrt zurück nach Deutschland

Offenbach. Nach dem kühlen Wochenende können sich die Menschen in Deutschland wieder auf wärmere Temperaturen einstellen. Das Hochdruckgebiet Daryl nähere sich aus Westen immer weiter an, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag mit.mehr...

Panorama

Kein Amalgam mehr für Kinder und Schwangere in der EU

Berlin. Amalgam gilt Zahnärzten als langlebiger und günstiger Füllstoff, der umfangreich getestet ist. Doch das enthaltene giftige Quecksilber sorgt immer wieder für Debatten. Jetzt handelt die EU.mehr...

Panorama

Wohnhaus explodiert in Wuppertal - Fünf Schwerverletzte

Wuppertal. Eine heftige Explosion erschüttert in der Nacht zum Sonntag Wuppertal. Dann bricht Feuer aus. Menschen rennen um ihr Leben. Die Helfer können noch alle Bewohner bergen, bevor das Haus einstürzt.mehr...

Panorama

Start der Sommerferien sorgt für viele Staus

München/Frankfurt/Main. Nach dem Start der Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gab es zum Wochenende viele Staus und Behinderungen auf deutschen Autobahnen. Betroffen von der Reisewelle waren nach Angaben des ADAC vor allem die A5 und die A7.mehr...

Panorama

Magdeburg schafft Weltrekord mit längster Vogelhauskette

Magdeburg. Die Magdeburger haben Vogelhäuschen an Vogelhäuschen gestellt und damit die weltweit längste Kette dieser Art gebildet. Mit dieser ungewöhnlichen Aktion haben sie es nun in das Guinness-Buch der Rekorde geschafft.mehr...