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Nachspeisen sind einfach herzustellen

Berlin/Hamburg (dpa/tmn) Das Tiramisu auf der Party am Wochenende war hervorragend, und auch die Crème brûlée bei der Tante schmeckt jedes Mal wieder herrlich locker.

Was für Nachspeisen aber kann man als unerfahrener Laie in der Küche zaubern, ohne sich vor den Künsten der Anderen verstecken zu müssen? «Man sollte sich an alle Rezepte wagen, auf die man beim Lesen Appetit bekommt», rät Kochbuchautorin Gabriele Gugetzer aus Hamburg. Nachtische zubereiten mache Freude. «Ab und zu mal den Finger in die zerlassene Schokolade stecken, die Sahne vom Quirl schlecken, den Teig probieren - das macht Spaß», findet sie.

Eine beliebte - und einfache - Nachspeise ist beispielsweise der Obstsalat. «Dafür werden Äpfel, Bananen, Orangen, Weintrauben und anderes Obst der Saison nach Belieben kleingeschnitten und bei Bedarf mit Pistazien, Walnüssen, einem Klecks Sahne oder etwas Honig verfeinert», erklärt Hauswirtschaftsmeisterin Monika Wittkowski, Vorsitzende des Berliner Hausfrauenbundes. «Allerdings sollte man diesen Salat immer frisch herstellen und sofort servieren.»

Auch was schon in Kindertagen beliebt war, kommt bei Erwachsenen meist gut an: der Wackelpudding. Dafür muss das Fertigpulver laut Wittkowski nur mit etwas Wasser angerührt und in eine Schüssel gefüllt werden. «Bei mehreren Farbschichten muss eine Lage jedoch erst fest sein, bevor man die nächste darauf gießen kann», erklärt die Expertin. Da Wackelpudding rund eine Woche hält, biete es sich in diesem Fall an, die Nachspeise über mehrere Tage hinweg zuzubereiten.

Der Konditor Bernd Siefert aus Michelstadt in Hessen kennt ebenfalls zahlreiche Kniffe in Sachen Nachspeisen. So zum Beispiel das Rezept für mit Quark überbackene Früchte: «Man füllt die Früchte in eine feuerfeste Form aus Glas oder Porzellan und streicht eine Masse aus Quark, schaumig geschlagenen Eiern, Zucker und etwas Zitrone darüber», erklärt der Experte. Das müsse dann nur noch im schon heißen Ofen bei etwa 180 Grad kurz gebacken werden, bis die Oberfläche etwas Farbe bekommen hat.

Eine Variante dieser Nachspeise sei der in Großbritannien beliebte Crumble. «Dabei bröselt man Streusel aus Mürbeteig, den man auch aus Fertigpulver herstellen kann, über die Früchte», sagt Siefert. «Wenn das gebacken und aus dem Ofen genommen ist, kann es mit Puderzucker und Eis serviert werden.»

Autorin Gugetzer macht außerdem Mut zu Rezepten mit eigentlich aufwendigem Blätterteig. «Man kann ruhig mal schummeln», sagt sie. «Tiefkühl-Blätterteig braucht nur viel Hitze beim Backen, backt aber dafür schnell.» Es müsse eben nicht immer alles frisch selbst hergestellt werden.

Ohne Backofen kommt Wittkowskis «Vanilletraum» aus. «Für diese Eigenkreation schlage ich zuerst Sahne mit etwas Vanillezucker und hebe saure Sahne darunter», erklärt sie. Dann wird diese Masse in eine Glasschale gefüllt und mit einer Lage von Früchten bedeckt.

Auch bei Nachspeisen isst das Auge mit. «Die Präsentation der Speise ist wichtig», erklärt Wittkowski. So sollte man beispielsweise anstelle des zusammengewürfelten Teller-Sammelsuriums das gute Geschirr und Besteck nehmen. Und außerdem: «Wenn man bunte Schokostreusel, Pistazienkerne, Schokoladenherzen oder Marzipansterne über den Nachtisch streut, macht er gleich noch viel mehr her.»

Literatur: Gabriele Gugetzer: Vorspeisen & Nachspeisen. Klein, fein, vielfältig: Edle Appetizer und Desserts von kalt bis warm, Gräfe & Unzer, ISBN-13: 978-3-833-80828-9, 9,90 Euro

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