Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Nachtblind? - Meist steckt etwas anderes dahinter

Freiburg. Manche Menschen haben das Gefühl, nachts nicht gut sehen zu können. Einfach hinnehmen müssen sie das nicht. Eine Nachtblindheit lässt sich zwar nicht behandeln - in den meisten Fällen steckt aber etwas ganz anderes dahinter.

Nachtblind? - Meist steckt etwas anderes dahinter

Manche Menschen haben das Gefühl, nachts nicht so gut sehen zu können. Dahinter steckt aber nicht immer eine Nachtblindheit. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn

Wer nachts nicht so gern Auto fährt, sagt manchmal, er sei wohl ein bisschen „nachtblind“. Gemeint ist in der Regel, dass man im Dunkeln nicht so gut sieht.

Dahinter steckt in den meisten Fällen ein optisches Problem: ein gestörter Tränenfilm, eine Kurz- oder Weitsichtigkeit oder eine Linsentrübung. Als Nachtblindheit bezeichnen Augenärzte eine sehr seltene Netzhauterkrankung, erklärt Clemens Lange, Augenarzt in der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. Sie kann entweder erblich bedingt sein oder durch einen Mangel an Vitamin A entstehen.

Die Netzhaut besteht aus Fotorezeptoren. Sie wandeln vereinfacht gesagt Licht in einen elektrischen Impuls um, der über den Sehnerv an das Gehirn weitergegeben wird. Unter diesen Rezeptoren sind die sogenannten Zapfen für das Farbsehen am Tag zuständig, die Stäbchen für das Sehen in der Dämmerung. Arbeiten die Stäbchen nicht richtig, kann sich das Auge nicht an die Dunkelheit anpassen: Der Mensch sieht schlecht.

„Betroffene haben Schwierigkeiten, sich an die Dunkelheit anzupassen, laufen manchmal nachts gegen Gegenstände oder haben Schwierigkeiten, die Sterne zu erkennen“, erläutert Facharzt Lange.

Nur etwa einer von 22 000 Menschen ist schätzungsweise von der erblich bedingten Nachtblindheit betroffen, erklärt er. In der Regel bemerken diese Menschen schon in jungen Jahren, dass sie nachts schlecht sehen. Bei manchen Patienten kommen ein unwillkürliches Augenzittern, Blendeempfindlichkeit und eine Minderung der Sehschärfe hinzu.

Viel tun kann der Arzt nicht, wenn er eine erbliche Nachtblindheit diagnostiziert. Die Funktion der Stäbchen lässt sich nicht wieder herstellen. Trotzdem sollten Patienten schlechtes Sehvermögen bei Nacht immer mit einem Augenarzt besprechen.

Ist der Grund für das Gefühl, nachts nicht mehr so gut zu sehen, nämlich zum Beispiel eine Linsentrübung oder ein gestörter Tränenfilm, ist eine frühe Behandlung entscheidend. In sehr seltenen Fällen kann eine Nachtblindheit auch durch einen Mangel an Vitamin A bedingt sein. Diesen kann man eventuell noch rechtzeitig beheben.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Gesundheit

So bleiben Eisläufer auf den Kufen

Im Winter zieht es viele Freizeitsportler aufs Eis. Denn dort können sie eine ganz besondere Atmosphäre genießen. Auch ihrem Körper tun sie damit etwas Gutes. Denn Schlittschuhlaufen trainiert Koordination, Gleichgewichtssinn und Ausdauer. Wie Anfänger Stürze vermeiden:mehr...

Gesundheit

Was das Herz jung hält

Berlin. Die Gesundheit seines Herzens hat jeder gewissermaßen selbst in der Hand. Vorbeugende Maßnahmen sind entscheidend. Bewegung, gesunde Ernährung und nicht Rauchen helfen, die Gefäße jung zu halten.mehr...

Gesundheit

Wer langsam isst, ist seltener dick

Fukuoka. Jeden Bissen eines guten Essens langsam zu genießen - das gefällt theoretisch wohl den meisten Menschen. Praktisch schlingen wir allzu oft mittelmäßiges Essen lieblos in uns hinein. Das kann gewichtige Folgen haben.mehr...

Gesundheit

Richtig aufwärmen bei kalten Temperaturen

Zur jeder Trainingseinheit gehört ein gutes Warm-up. Nur so können Sportler die maximale Leistung abrufen und sich vor Verletzungen schützen. Wie man sich bei kalten Temperaturen am besten aufwärmt, erklärt eine Fitnessexpertin.mehr...

Gesundheit

Sind knackende Gelenke schädlich?

Hamburg. Knack, knirsch, kack: Manche Menschen können die Finger knacken lassen - und finden das auch noch erleichternd. Dabei warnen einige, dass das gefährlich sei. Was ist da dran?mehr...