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Nächste Hitzewelle in Sicht

Berlin (dpa) Chillen in der Hängematte oder am See: In vielen Regionen Deutschlands strahlte die Sonne vom Himmel. Die Schattenseite der Hitze: Verletzte durch Blitzeinschläge und verzweifelte Bauern.

Nächste Hitzewelle in Sicht

Ein Mann sitzt in dem Brunnenensemble vor dem Bundeskanzleramt in Berlin und erfrischt sich. Foto: Wolfgang Kumm

Die nächste Hitzewelle ist in Sicht. Die Meteorologen erwarten ab Donnerstag wieder hochsommerliche Temperaturen in Deutschland.

Am Wochenende sorgte die Hitze vielerorts für gute Partylaune, aber auch für Überschwemmungen und Blitzeinschläge. Dutzende Menschen wurden beim Festival «Rock am Ring» verletzt.

BILDERBUCHWETTER: In den nächsten Tagen sollen die Temperaturen im mittleren 20-Grad-Bereich liegen. Für Mittwoch sagen die Meteorologen in ganz Deutschland Bilderbuchwetter voraus. Danach bringt Hoch «Xenia» subtropische Luft aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland: Hochsommerliche Temperaturen mit kräftigen Gewittern seien möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst am Sonntag mit.

ROCK AM RING: Erst die Hitze, dann hat es geknallt: Bei schweren Unwettern mit Blitzeinschlägen erlitten bei «Rock am Ring» 33 Menschen Verletzungen. Darunter waren Besucher und Mitarbeiter des Festivals. Sie waren in der Nacht zum Samstag zwar nicht direkt von Blitzen getroffen worden, hatten aber stromleitende Gegenstände wie Metallgitter berührt. Inzwischen soll es allen wieder gut gehen. Ab Samstagnachmittag feierten die knapp 90 000 Rockfans weiter wie geplant. Das Festival gastierte erstmals auf dem Flugplatz des Eifel-Städtchens Mendig - und nicht wie zuvor am Nürburgring.

STARKREGEN: Wassermassen überfluteten in der Nacht zum Sonntag in Teilen Baden-Württembergs viele Straßen. In Bretten bei Karlsruhe gingen in der Nacht zum Sonntag innerhalb von zwei Stunden mehr als 100 Liter pro Quadratmeter Regen nieder, wie die Polizei mitteilte. 400 Keller liefen voll, Autos wurden beschädigt, Wasserleitungen platzten. In anderen Orten schlugen Blitze in Dachstühle ein.

ARSCHBOMBEN: Aussicht auf Abkühlung versprach der «Splashdiving»-Cup Berlin-Brandenburg im Sommerbad Olympiastadion. Bei dem Wettbewerb am Sonntag wollten «professionelle Arschbombenflieger» den Besuchern zeigen, welche Figuren bei Sprüngen vom Drei- bis Zehn-Meter-Brett möglich seien, wie ein Sprecher der Berliner Bäderbetriebe sagte. Beim Splashdiving geht es demnach nicht nur darum, beim Eintauchen hohe Fontänen zu produzieren.

NOTREIFE: Heftiges Kopfzerbrechen bereitet das Wetter vielen Bauern. Die Böden sind viel zu trocken, Ernteeinbußen sind schon absehbar - so etwa in Sachsen. «Wir haben ein Niederschlagsdefizit von 50 bis 60 Prozent», sagte Andreas Jahnel vom Landesbauernverband. In Nordsachsen zeichne sich sogar eine Notreife des Getreides ab - es müsse bald geerntet werden, obwohl den Körnern Volumen fehle, weil es schon auszufallen drohe. «Wir brauchen Regen», sagte Jahnel. «Das ist schon eine außergewöhnliche Situation in diesem Jahr.»

AB INS KÜHLE: Badeseen, Eisdielen oder die dicken Mauern eines Schlosses - wer Abkühlung suchte, fand am Wochenende viele Möglichkeiten. Schutz vor Sonne boten auch die 25 Besucherhöhlen und Schaubergwerke in Thüringen. Die Barbarossa-Höhle unweit des Kyffhäusers lockte mit der konstanten Temperatur von neun Grad Besucher an. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die nach Kaiser Friedrich I. Barbarossa benannte Höhle ein Besuchermagnet.

AFFENHITZE: Die Tiere im Thüringer Zoopark in Erfurt suchten sich - jedes nach seiner Fasson - entweder ein Plätzchen im Schatten oder in der Sonne. «Die einen liegen wie die Löwen faul in der Sonne wie wir Menschen auch, die anderen suchen wie die Yaks Kühle in den gemauerten Stallungen», sagte Sprecherin Heike Maisch.

Polizeimitteilung Bretten

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