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Nahverkehrsplan: Stadt hält Abstriche für akzeptabel

WITTEN „Seit Jahren hat sich die Bus-Anbindung der Hardenstein-Gesamtschule verschlechtert. Sie gehört immer mit zu den ersten, bei denen der Rotstift angesetzt wird“, hat Beate Ott, Schulpflegschaftsvorsitzende der Gesamtschule in Vormholz, beobachtet.

von Von Susanne Linka

, 06.08.2008

Sie selbst lebt mit ihrer Familie in Sprockhövel. Ihr Sohn besucht mittlerweile die zehnte Klasse und braucht inzwischen länger für seinen Heimweg als noch vor einigen Jahren.

Dass der neue Nahverkehrsplan gravierende Verschlechterungen für die Erreichbarkeit der Schule mit sich bringt, wundert sie daher überhaupt nicht. Der 350er hält künftig nur noch einmal in der Stunde an der Schule - dann fährt er allerdings über die Herbeder Straße an Heven vorbei. Er hält erst in der Innenstadt. Den Ortsteil Heven bindet künftig nur die Linie 375 an - auch nur einmal in der Stunde. Auch Hardenstein-Schüler, die in Durchholz wohnen,können nur noch ein mal in der Stunde nach Hause gelangen.

Bereits am Donnerstag, 21. August, soll im Verkehrsausschuss die Entscheidung über den neuen Nahverkehrsplan fallen. Nach dem Eindruck des Nahverkehrs-Experten Marcus Hohenstein zeichnet sich eine Mehrheit mit den Stimmen von SPD und Grünen ab. Der Hevener ist Mitglied im umweltorientierten Verkehrsclub Deutschland (VCD), der die Pläne für den EN-Kreis und Witten ablehnt. Er hat dazu eine Stellungnahme an die Kreisverwaltung geschickt, die auflistet, dass die „gravierendsten Kürzungen in der Stadt Witten“ passieren sollen.

Sie entsprechen einem Abbau der jährlichen Fahrleistung von 195 000 Stunden im Jahr. Hattingen verzeichne ein Minus von 100 000 Stunden. Dabei könne der ÖPNV doch gerade in den beiden größten kreisangehörigen Städten viel zur Entlastung durch den PKW-Verkehr beitragen. Der VCD hat in einer Grafik die Vor- und Nachteile des neuen Konzeptes für Witten aufgeführt. Gravierende Verbesserungen kann er demnach nur in der künftigen Anbindung des Hauptbahnhofs erkennen. Für die Ortsteile Heven, Herbede, Rüdinghausen, Annen und Bommern entdeckt der VCD nur Nachteile.