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Nangina: Hilfe für Afrika

RÜDINGHAUSEN Friedhelm Ribberger kommt aus dem Erzählen gar nicht mehr raus. Dabei war er schon sechs Mal in Afrika.

von Von Bendikt Reichel

, 04.10.2007

Doch zu jedem Bild, dass der Vorsitzende des Nangina e.V. von seiner letzten Reise nach Kenia und Äthiopien mitgebracht hat, fällt ihm eine Geschichte ein.

Hier ein Krankenhaus, dass der Verein unterstützt, dort eine neu gebaute Schule und hier wieder ein Brunnen für die Trinkwasserversorgung.

Insgesamt 14 Projekte finanziert Nangina e.V. derzeit in Kenia, Tansania, Äthiopien, Peru und Honduras. Das Geld sammeln circa 70 aktive Jugendliche, die jedes Wochenende in Deutschlands Kirchengemeinden reisen und in einem Sprechspiel von den Sorgen und Nöten der afrikanischen Bevölkerung erzählen.

Max Behle ist sein sechseinhalb Jahren mit dabei, fährt mindestens einmal im Monat mit in die Kirchengemeinden und durfte in diesem Jahr erstmals mit nach Afrika - auf eigene Kosten, denn Vereinsgelder gibt es dafür nicht.

Unglaubliches berichtet der 17-Jährige aus den afrikanischen Klassenzimmern. "Da sitzen 40 bis 50 Schüler und alle sind völlig still, nicht so wie bei uns", sagt der Gymnasiast. "Die gehen samstags und sonntags auch freiwillig in die Schule."

Geschaut, wo die Spenden landen

Zusammen mit seinem Vater, Friedhelm Ribberger und dem Arzt Michael Stolz, ebenfalls Vereinsmitglied, hat Max 14 Tag lang geschaut, ob das gesammelte Geld auch in die richtigen Hände fällt. Am vergangenen Samstag ist die Delegation wieder sicher in Witten gelandet.

Mit vielen Eindrücken und zahlreichen Anekdoten. "Die fahren dort alle bei Rot über die Ampeln", erzählt z.B. Friedhelm Ribberger. Auf sein Nachfragen sagte ihm die Autofahrerin: "Ach, die Ampel könnte ja auch kaputt sein", und fuhr weiter.

Selbst als ein bewaffneter Verkehrspolizist das Auto anhalten wollte, versuchte die Afrikanerin Ribberger mit den Worten "wenn wir weiter fahren, schießen die meist nicht" zu beruhigen. Vergeblich.

Doch vor allem standen die vier Wittener immer wieder vor Not leidenen Menschen. Am Montag wird der Verein darum über neue Hilfsprojekte in Afrika beraten. 

Diesen Sonntag, 7. Oktober, sind die Jugendlichen mit einem Sprechspiel in der Evangelischen Kirchengemeinde Stockum zu Gast. Die Kollekte wird in weitere Projekte des Vereins fließen.