Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Nasa setzt Röntgenteleskop auf Schwarze Löcher an

Washington (dpa) Neue Röntgenaugen im All: Die US-Weltraumagentur Nasa will an diesem Mittwoch ein neues Teleskop starten, das spannende Blicke in den energiereichen Kosmos eröffnen soll.

Das Röntgenobservatorium heißt «NuSTAR» (kurz für Nuclear Spectroscopic Telescope Array), wiegt rund 350 Kilo und soll zwei bis fünf Jahre im Einsatz sein.

Astronomen erhoffen sich von der Mission neue Erkenntnisse über Schwarze Löcher oder auch Reste explodierender Sonnen - kurzum über die heißesten, kompaktesten und energiereichsten Objekte, die sich vor allem durch Röntgenstrahlen bemerkbar machen.

So verspricht sich auch der für die Instrumente des Teleskops zuständige Nasa-Manager William Craig eine «fantastische» wissenschaftliche Ausbeute, wie er am Montag auf einer Pressekonferenz im Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena sagte. «Die Mission öffnet uns ein völlig neues Fenster zum Universum.»

Der Start ist für Mittwoch 17.30 Uhr MESZ geplant. Ein Flugzeug vom Typ L-1011 «Stargazer» soll eine Pegasus-Rakete mit «NuSTAR» als Fracht über dem Kwajalein-Atoll (Marshall-Inseln) in der Luft freisetzen.

Mit umgerechnet rund 130 Millionen Euro ist «NuSTAR» ein vergleichsweise günstiges Weltraumteleskop. Aber trotzdem ist es etwas ganz Besonderes: Als erstes Observatorium kann es harte, also besonders energiereiche Röntgenstrahlung fokussieren und so scharfe Röntgenbilder gewinnen. Die Strahlen ähneln denjenigen, mit denen Ärzte etwa Zähne durchleuchten. Sie können auch Staub im Weltraum durchdringen. «NuSTAR» soll erklären helfen, wie diese hohen Energien im All erzeugt werden und beispielsweise die erste systematische Bestandsaufnahme Schwarzer Löcher liefern.

«NuSTAR»-Homepage der Nasa

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wissenschaft

Siliziumkugel soll Kilogramm neu definieren

Braunschweig (dpa) Runder und glatter geht es kaum noch: Die silbrig schimmernde Kugel ist so perfekt, dass sie nirgends mehr als rund 50 millionstel Millimeter (Nanometer) von der idealen Form abweicht.mehr...

Wissenschaft

Weibliche Goldhamster in freier Natur tagaktiv

London (dpa) Goldhamster gelten als nachtaktive Tiere und bringen manchen Haustierfreund um den Schlaf. In freier Natur sind Goldhamster-Weibchen jedoch überraschenderweise tagaktiv, wie Forscher nun herausgefunden haben.mehr...

Wissenschaft

Ältestes Goldschmuckstück Amerikas gefunden

Washington (dpa) Das älteste bekannte goldene Schmuckstück Amerikas haben Archäologen am Titicacasee in Peru ausgegraben. Die Kette mit neun Perlen sei etwa 4000 Jahre alt, berichten Mark Aldenderfer von der Universität Arizona in Tucson und Kollegen.mehr...

Wissenschaft

Skelett von unbekanntem Meereskrokodil entdeckt

Rio de Janeiro (dpa) In Brasilien haben Wissenschaftler die versteinerten Überreste einer bislang unbekannten Krokodilart entdeckt, die vor rund 62 Millionen Jahren im Meer gelebt haben soll.mehr...