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Nasser Bürgerbrunch der Bochumer Symphoniker

Musik unterm Schirm

Es ist wie verflucht: Kaum spielen die Bochumer Symphoniker unter freiem Himmel, regnet es meistens. So auch beim Bürgerbrunch am Sonntag. Umso wichtiger ist, dass die BoSy bald im neuen Musikzentrum feiern können, wie auch OB Ottilie Scholz deklarierte.

BOCHUM

von Von Nathanael Ullmann

, 24.06.2012

Das „Haus der Musik“ lobte sie in den vollsten Tönen: „Wie bei einem Kanon werden im zukünftigen Musikzentrum viele Stimmen erklingen, aber doch ein wundervolles Ganzes ergeben“, so Scholz. Doch noch ist da, wo später der moderne Bau stehen wird, ein Parkplatz. Am Sonntag ein unglaublich matschiger noch dazu. Dabei hatten die Symphoniker ein volles Programm geplant. So sollten verschiedenste Musikinstrumente präsentiert und bespielt werden – und das mitten unter den Leuten auf dem Platz. Von der interessanten Idee eines musikalischen Bads in der Menge wurde allerdings nur ein Zeltkonzert. Auch aus dem Basteln von Instrumenten aus Schrott wurde nichts, da die Pappe beispielsweise sofort aufgeweicht wäre. Nur Dirigent Harry Curtis ließ sich vom kalten Nass nicht die Laune verderben und strotzte dem Regen mit einer Kapuze.

Wenigstens aber konnte das getan werden, was bei einem Brunch gerne getan wird: dem Hunger fröhnen. Generalmusikdirektor Steven Sloane brutzelte mit dem Bochumer Gastronomen Daniel Birkner, auch als Herrn B. bekannt, am (überdachten) Grill Burger. Hugo Fiege stand an der Zapfanlage und wurde dabei von Manfred Grunenberg, Leiter der Musikschule, unterstützt. Auch er wartet ungeduldig auf das Musikzentrum, dass für die vielen Ensembles der Musikschule Heimat werden soll. Beim gemeinsamen Essen und Trinken kam man ins Gespräch. Mit Symphonikern, mal ganz ohne Anzug, mit Befürwortern des Musikzentrums und vielleicht auch mit dem einen oder anderen Kritiker. Denn Menschen waren da, trotz des grauen Himmels. Bürger, die Solidarität zeigen wollten, die dafür stehen wollten, dass ein Musikzentrum tatsächlich nötig ist.

Trotz allem blieben zahlreiche Bänke leer, nur unter den Zelten und Schirmen war kaum Platz. Die Veranstalter ließen sich ihre Laune aber nicht nehmen: „Ich finde es toll, dass trotz des Wetters doch so viele Menschen gekommen sind“, so Sloane. Auch hier zeigt sich: Das Musikzentrum kommt an bei den Bürgern. Und vielleicht ist es ja in zwei Jahren schon so weit und der Regen fällt nicht mehr auf den Parkplatz – sondern auf ein Musikzentrum.