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Naturschutzministerium erwägt Gutachten zum Wisent-Projekt

Düsseldorf. Das umstrittene Artenschutzprojekt mit ausgewilderten Wisenten im Rothaargebirge kommt voraussichtlich auf den Prüfstand. Die Landesregierung erwäge eine gutachterliche Prüfung, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Naturschutzministeriums am Mittwoch auf Anfrage. Zuvor hatte die Westfalenpost darüber berichtet.

Naturschutzministerium erwägt Gutachten zum Wisent-Projekt

Wisente stehen in der "Wisent-Wildnis" bei Bad Berleburg. Foto: Marius Becker/Archiv

Vor fünf Jahren wurde bei Bad Berleburg eine Wisentherde mit inzwischen 20 Tieren ausgewildert - Ziel sind 25 Tiere. Der Trägerverein Wisent-Welt Wittgenstein steht im Konflikt mit Waldbauern, die wirtschaftliche Verluste beklagen, weil die Herde Rinde von ihren Buchen frisst.

Vor einem Jahr hatte das Oberlandesgericht (OLG) in Hamm den Waldbauern in zwei Fällen teilweise Recht gegeben und den Verein zu Schutzmaßnahmen verpflichtet. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, weil Revision beim Bundesgerichtshof zugelassen wurde. Drei weitere Fälle am OLG ruhen deswegen.

Der Sprecher des Trägervereins äußerte sich zuversichtlich, dass ein unabhängiges wissenschaftliches Gutachten das Artenschutzprojekt bestätigen werde. Kritiker befürchten hingegen, dass der Bestand sich unkontrolliert ausweitet und Verkehr und Waldspaziergänger gefährdet.

Ende vergangenen Jahres war ein Auto auf einer sauerländischen Landstraße mit einem Wisent kollidiert. Die Polizei hatte zudem von mehreren Beinahe-Kollisionen berichtet. Vor zwei Jahren hatte eine Wisentkuh eine Wanderin mit Hund angegriffen.

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