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Neonazis stören Fußballspiel gegen israelisches Team

Judenfeindliche Parolen

Judenfeindliche Parolen am Fußballplatz: 14 Neonazis haben am Dienstagabend versucht, das Freundschaftsspiel zwischen dem U19-Team aus Dortmunds Partnerstadt Netanya und einer Lütgendortmunder Stadtteilauswahl zu stören. Doch sie hatten die Rechnung ohne den Veranstalter gemacht.

LÜTGENDORTMUND

, 23.07.2014

Die Veranstalter waren vorbereitet, ein Sicherheitsdienst und die Polizei anwesend. Die Mitglieder

wurden des Platzes verwiesen.  Die Mannschaft des israelischen Zweitligisten Maccabi Netanya weilt zurzeit in Dortmund, weil sie an dem U19-Jugendturnier um den Evonik-Ruhr-Cup teilnimmt, der am Donnerstag startet. Weil die Interessengemeinschaft Lütgendortmunder Vereine und Verbände eine enge Freundschaft mit Netanya pflegt, hat sie gern das Freundschaftsspiel im Vorfeld des Turniers organisiert.

Der Zwischenfall mit den Neonazis sei eine Randerscheinung gewesen, so Reinhard Sack, Chef der Interessengemeinschaft, „keiner von uns hat sich deshalb die Freude an der Begegnung verderben lassen.“ Rund 300 Zuschauer waren gekommen, darunter 200, die bereits Netanya besucht haben, darunter auch der Rabbiner der jüdischen Kultusgemeinde mit seiner Familie. Die Rechtsradikalen waren einzeln durch den Einlass gekommen und für das Personal an der Kasse als Neonazi-Gruppe nicht zu erkennen. Auf dem Zuschauerrang haben sie dann zwei Palästinenserflaggen und eine Fahne des Deutschen Kaiserreichs entrollt und Parolen skandiert wie „Juden raus aus Palästina. Nie wieder Israel“ oder „Mörder“. Die Polizei mahnte sie erst ab, und führte sie wegen Zuwiderhandlung in der Halbzeit vom Sportplatz.

„Die Jugendlichen waren sehr erstaunt und erschüttert“, berichtet Zwi Rappoport, Vorstand der jüdischen Kultusgemeinde in Dortmund. „Sie waren nicht darüber informiert, dass es hier Neonazis gibt und haben uns gefragt, ob wir keine Angst hätten. Wir haben ihnen versichert, dass dem nicht so ist, und ihnen erklärt, dass es sich um eine Randerscheinung handelt.“ Solidarität mit Palästina und den Opfern kenne man auch in Israel. „Das ist in Ordnung“, sagt Zwi Rappoport. Auch friedliche Demonstrationen seien zu begrüßen. „Doch denen ging es nicht um Palästina, das war blanker Judenhass. Sie haben eine Bühne gesucht, um ihre rassistischen Sprüche loszuwerden.“

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