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Neue Helfer für den DRK-Suchdienst

Ausbildung gestartet

Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes hat nach dem Zweiten Weltkrieg vielen Menschen geholfen, ihre Angehörigen wiederzufinden oder ihr Schicksal aufzuklären. Es gibt ihn noch, aber er hat mittlerweile andere Aufgaben.

WITTEN

von Von Christian Lukas

, 14.04.2013

Vier ehrenamtliche Mitarbeiter des Kreisverbandes Witten des DRK lassen sich zurzeit zu Mitarbeitern des DRK-Suchdienstes ausbilden. Marcus Richter ist Leiter des Fachdienstes „Logistik und Sicherheit“ und damit für den Suchdienst in Witten zuständig. Dass in der Öffentlichkeit der DRK-Suchdienst mit dem Dienst gleichgestellt wird, der einst Kriegsflüchtlinge, Vertriebene und heimkehrende Soldaten wieder mit ihren Angehörigen zusammenbrachte, überrascht ihn nicht: „Der Suchdienst des DRK, wie wir ihn heute kennen, ist aus diesem Suchdienst hervorgegangen.“

Und selbst 68 Jahre nach Kriegsende gebe es in München noch eine Stelle, die sich mit Kriegsschicksalen auseinandersetzt. Doch damit haben die Wittener dann nicht mehr allzu viel zu tun. „Heutige Aufgaben des Suchdienstes bestehen etwa darin, nach Katastrophen Namen aufzunehmen, von Opfern, von Überlebenden, von Menschen in Krankenhäusern, um Familien eine Anlaufstelle zu geben“, erklärt Richter. Ein konkretes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist das Loveparade-Unglück von 2010, bei dem das DRK Daten sammelte und Anfragen von Angehörigen nachging. Als weltweit agierende Hilfsorganisation hat das DRK auch die Möglichkeit, selbst in entlegensten Winkeln dieser Welt an Informationen über Vermisste zu gelangen. Künftig haben Betroffene einen Ansprechpartner vor Ort.