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Neue Hoffnung für Karmann

RHEINE/OSNABRÜCK Für den Autobauer Karmann gibt es überraschend neue Hoffnung: Der Betriebsrat des Osnabrücker Werkes hat am Dienstag per Aushang die Mitarbeiter darüber informiert, dass sich die Möglichkeit für eine Produktion eines Gesamtfahrzeugs ergeben hat.

Neue Hoffnung für Karmann

Der Karmann Ghia Typ 14: Markenzeichen der Firma.

Das ändere die Situation „drastisch“, heißt es in dem Aushang. Um den möglichen Auftraggeber nicht durch negative Meldungen in den Medien zu verschrecken, sagte der Betriebsrat in Osnabrück eine für Donnerstag geplante Betriebsversammlung bei dem Fahrzeugbauer ab. Karmann-Sprecher Christian Eick bestätigte auf Anfrage: „Es ist richtig, dass die geplante Betriebsversammlung abgesagt wurde.“ Zum Stand der Verhandlungen wollte er sich nicht äußern. In der Vergangenheit seien immer wieder Erfolg versprechende Verhandlungen in letzter Minute gescheitert, so der Unternehmenssprecher. In dem Aushang des Betriebsrats heißt es wörtlich: „Der Betriebsrat erhielt über seinen Vorsitzenden die Information aus der Geschäftsführung, dass sich die Möglichkeit für die Produktion eines Gesamtfahrzeugs ergeben hat. Die Chance für die Erringung des Auftrags wird als durchaus realistisch angesehen.“Personalabbau aber weiter notwendig Der Betriebsrat schreibt weiter, dass sich im Erfolgsfall eine Beschäftigungssicherung von mehr als fünf Jahren ergebe. Allerdings habe die Geschäftsleitung mitgeteilt, dass eine erste Welle des Personalabbaus dennoch notwendig werde. Inwieweit diese Informationen auch auf das Karmann-Werk in Rheine zutreffen, war gestern Abend völlig unklar. Örtliche Gewerkschaftssprecher äußerten sich sehr zurückhaltend zu dem Aushang.

Gespräche mit KIA

Gespräche zum Bau eines neuen Cabriolets des koreanischen Herstellers KIA hätten noch nicht zu Entscheidungen geführt, sagte eine KIA-Sprecherin. KIA und Karmann hatten im Zuge der Internationalen Automobilausstellung im September gemeinsame Cabriolet-Pläne geäußert.

Porsche-Chef räumt angespanntes Verhältnis zu Karmann ein

Karmann hatte gemeinsam mit VW ein weiteres Projekt für ein Kleinwagen-Cabriolet auf Polo-Basis vorgestellt. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat ein angespanntes Verhältnis zu Karmann eingeräumt. „Die Atmosphäre ist nicht toll“, sagte Wiedeking am Mittwoch auf der Bilanz-Pressekonferenz des Sportwagenbauers in Stuttgart. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hatte Porsche und Karmann Anfang des Monats in einem Zeitungsinterview aufgefordert, „atmosphärische Störungen“ zu beseitigen.

Stellenstreichungen mangels Aufträgen angekündigt

Anfang Oktober hatte der Autobauer angekündigt, mangels Aufträgen 1770 seiner 5000 Stellen an den Standorten Osnabrück und Rheine streichen zu wollen. Sollte die Auftragsflaute im kommenden Jahr anhalten, sind nach früheren Angaben der Firma weitere 800 Arbeitsplätze gefährdet. (mit dpa)

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