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Neue Imbiss-Ideen: Edel-Fast-Food ist im Kommen

Frankfurt/Main (dpa) - Ob Bio-Burger oder Bodenständiges wie Frankfurter Grüne Soße zum Mitnehmen - «Edel-Fast-Food» ist im Kommen. Immer mehr Gastronomen, vor allem in Großstädten, bieten Imbisse jenseits von Döner-Bude oder Steh-Pizzeria.

«Ein Imbiss oder Schnellrestaurant sollte heute nicht mehr ein zugiger Wagen oder ein schmieriger Laden sein, bei dem man schnell was Fettiges in sich hineinstopft», sagt der Betreiber des Frankfurter Imbiss-Stube «Der bunte Hund», Erik Orthbandt (38). In Zeiten von Gammelfleisch-Skandalen legten immer mehr Leute viel Wert auf hohe Qualität bei den Zutaten. Darauf achtet auch Orthbandt bei seinen Tortillataschen, Paninis, Waffeln und Shakes. Die Füllungen bestimmen die Gäste selbst. «Das hat zur Folge, dass man viel beraten muss, denn immer mehr Leute können sich wegen des vielen Fertigessens gewisse Kombinationen und Geschmäcker gar nicht mehr vorstellen.»

Die japanische Nudelbar «MoschMosch» mit Filialen in Frankfurt, Mainz und Düsseldorf hat so genannte Ramen als Grundlage für ihr Fast Food. Dabei handele es sich um asiatische Weizennudeln, wie es sie in Japan an jeder Ecke zu essen gebe, berichtet Mitbetreiber Tobias Jäkel (33). «Gerade Berufstätige haben heute weniger Zeit, sind aber dennoch ernährungsbewusst», meint Jäkel. Das Essen in seinem nach der japanischen Begrüßungsformel «moshi moshi» benannten Lokal sei «hochwertiger als der klassische Imbiss», gehe aber schneller als in einem normalen Restaurant. Der «FAZ»-Restaurantkritiker Jürgen Dollase schrieb: «Das Konzept ist jedenfalls überzeugend.»

Neben solchen exotischen Imbiss-Trends geht es mancherorts auch einfach nur zurück zu den Klassikern des schnellen Essens wie Currywurst, Hamburger, deutsche Hausmannskost oder Pizza. Fast überall in Deutschland haben in den vergangenen Jahren Edel-Wurstbuden wie beispielsweise der «Frittiersalon» im Berliner Stadtteil Friedrichshain eröffnet. Neu ist dann, dass bei ihnen Bio-Fleisch verarbeitet wird. Auch die Macher des «MoschMosch» wollen im Februar in Frankfurts Innenstadt einen Imbiss mit Burgern «glücklicher» Rinder aufmachen - Name: «Die Kuh die lacht».

Um Neugier auf Althergebrachtes zu wecken, ist das Essen nicht nur biologisch, sondern wird auch in ganz anderem Rahmen präsentiert. Auf die Spitze treibt dies etwa die «Raststätte Gnadenbrot» in Berlin-Schöneberg. Das kitschig eingerichtete Szene-Lokal mit Hausmannskost huldigt ironisch deutschen Autobahnraststätten, nach denen auch die Tische benannt sind. Gäste holen ihr Gulasch an der Durchreiche ab, nachdem der Bierdeckelhalter auf ihrem Tisch geblinkt hat.

Einen mindestens so ungewöhnlichen Rahmen haben sich die Macher des «Frankfurter Imbiss» in der Mainmetropole ausgedacht. Normalerweise gibt es die Klassiker der Frankfurter Küche wie Grüne Soße, Rippchen oder Handkäs' mit Musik in großen lauten Apfelweinwirtschaften, in denen die Gäste dicht gedrängt auf Holzbänken sitzen. Beim «Frankfurter Imbiss» handelt es sich hingegen um eine Art Kiosk, der Grüne Soße «to go» (zum Mitnehmen) anbietet.

Pizza und Pasta auf neue Art bietet indes die Kette «Vapiano» mit Filialen etwa in Frankfurt, Wiesbaden, München oder Köln. Das Essen wird vor den Augen der Gäste direkt zubereitet. Dabei baut die nach Eigenwerbung «zukunftsorientierte Ausrichtung der Systemgastronomie» auf Selbstbedienung und Chipkarten statt auf den italienischen Pizzabäcker alter Schule.

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