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Neue Proteste gegen Telekom

BERLIN/DÜSSELDORF Die Proteste gegen die Schließung von Callcentern der Deutschen Telekom reißen nicht ab. Für Freitag ist eine Demonstration in Berlin geplant.

Neue Proteste gegen Telekom

Bei der Telekom drohen Kündigungen.

Mitarbeiter der Telekom wollen vor der Berliner Hauptstadtrepräsentanz des Unternehmens demonstrieren, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Donnerstag. In der Repräsentanz tagt an dem Tag der Aufsichtsrat des Unternehmens. Bei dem Treffen wird auch der Umbau der Callcenter ein Thema sein.  

In Nordrhein-Westfalen will Verdi die Landesregierung gegen die geplante Schließung von Telekom-Callcentern in Stellung bringen. Telekom-Vorstand Timotheus Höttges verteidigte unterdessen auf der Funkausstellung IFA in Berlin die Umbaupläne. Die Telekom will sich aus 39 Städten zurückziehen und ihre Callcenter auf 24 Standorte konzentrieren.   Unmittelbar betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben bundesweit rund 8000 der 18.000 Beschäftigten. In NRW sollen die Standorte Münster, Detmold, Wesel, Krefeld, Mönchengladbach, Aachen, Köln, Meschede und Hagen/Iserlohn mit insgesamt 2300 der etwa 5000 Mitarbeiter geschlossen werden.

Die NRW-Landesregierung müsse ihrer sozialen Verantwortung nachkommen und auf die Konzernspitze einwirken, das „unsoziale“ Strukturkonzept zurückzuziehen, forderte der Landesbezirksvorstand von Verdi NRW am Donnerstag in Düsseldorf. Offensichtlich folgten die Pläne der Konzernspitze „wieder einmal ausschließlich maßlosen Profitinteressen, die Belange der arbeitenden Menschen spielen keinerlei Rolle.“

„Wir haben derzeit keine ideale Konstellation“, sagte Höttges zu den Umbauplänen auf der Funkausstellung IFA in Berlin. Mit dem Umbau will das Unternehmen seine jährlichen Kosten um 57 Millionen Euro senken. Verdi befürchtet unterdessen eine Verschlechterung der Servicequalität, was Höttges zurückwies. „Am Ende des Tages werden wir einen besseren Service für die Kunden haben“, sagte er.

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