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Neue S-Bahnen einsatzbereit

BERLIN Fahrgäste der S-Bahn-Linien 2 und 7 dürfen sich freuen: Sie profitieren in den kommenden Wochen als erste von der Einigung der Deutschen Bahn mit ihrer Aufsichtsbehörde, dem Eisenbahnbundesamt (EBA) in Bonn – und dürfen neue S-Bahnen besteigen.

Neue S-Bahnen einsatzbereit

Die neue Baureihe ET 422 hat jetzt die Genehmigung bekommen.

Bereits in der kommenden Woche sollen die ersten von 22 Fahrzeugen auf den Strecken die alten Wagen ersetzen. „Bis Jahresende sind dann alle Züge in diesen Bereichen ausgetauscht“, so Nahverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg gestern in Berlin. Bis Ende 2010 werden insgesamt 84 Züge der Baureihe ET 422 in NRW unterwegs sein. Die Bahn investiert dafür rund 400 Millionen Euro.

Ursprünglich sollten die ersten neuen S-Bahnen schon nach den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen eingesetzt werden. Erst am Montag, so Homburg, habe man sich mit dem EBA endgültig darauf geeinigt, dass die Bonner Beamten keine Nachforderungen mehr an den Hersteller der Bahnen, die Firma Bombardier, stellen. Das EBA hatte moniert, der Abstand zwischen Trittstufe und Bahnsteig sei in bestimmten Bahnhöfen zu groß: „Offenbar wollte man, dass eine seit einiger Zeit ins Auge gefasste Norm nun bei der Zulassung dieser Züge erstmals angewendet wird“, so Homburg. Dies hätte man der Bahn aber mitteilen müssen, bevor sie den Fertigungsauftrag erteilte. „Eine Nachbesserung war zu vernünftigen Konditionen gar nicht mehr möglich“, so der Nahverkehrs-Vorstand. Gemeinsam mit dem Hersteller habe man der Kontrollbehörde deutlich gemacht, dass es für die Forderung überdies keine rechtliche Grundlage gebe. Offenbar wurden auch Schadenersatz-Forderungen ins Spiel gebracht, die das EBA letztlich einknicken ließen.

Die Sicherheit der Fahrgäste sei zu keinem Zeitpunkt das Problem gewesen, so Homburg. „Hätte es diesbezügliche Erkenntnisse gegeben, wären wir anders verfahren.“ Alle neuen Züge, die in den letzten Jahren zum Einsatz gekommen seien, wiesen ähnliche Abstände zum Bahnsteig auf. „Käme es zu Zwischenfällen, wären weder der Hersteller noch das EBA regresspflichtig“, so Homburg, „sondern ausschließlich die Bahn.“ Aus diesem Grunde liege es vor allem im Interesse seines Unternehmens, keine Schwachstellen zuzulassen. Homburg betonte, dass bei zukünftigen Aufträgen für neue Züge andere Vorgaben als bisher für den Abstand zwischen Bahnsteigkante und Zug gelten könnten. „Dem verschließen wir uns auch nicht. Aber wir müssen die Dinge rechtzeitig mit dem Hersteller abstimmen können.“ 

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