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Neue Steuer-ID bringt vielen Rentnern mehr Arbeit

Berlin/Bonn (dpa/tmn) Schon bei der nächsten Steuererklärung sollten Bundesbürger neben der alten Steuernummer auch die neue persönliche Steuer-Identifikationsnummer angeben. Das rät der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) in Berlin.

Einen direkten Nutzen habe das nicht - aber es könnte die Bearbeitung beschleunigen, so der BDL. Die Ämter sind zur Arbeit mit der neuen Nummer angehalten. «Und es kann Abstimmungsprobleme vermeiden», so BDL-Geschäftsführer Erich Nöll. Die zentrale Nummer soll Bürokratie abbauen und Steuerbetrug sowie den Missbrauch von Sozialleistungen eindämmen. Vor allem Rentnern wird sie aber bald mehr Arbeit machen, schätzt der BDL. Denn Rentenkassen, Lebensversicherungen und Versorgungswerke haben es mit der Nummer nun leichter, ausgezahlte Rentenbeträge flächendeckend an den Fiskus zu melden - dazu sind sie seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes Anfang 2005 verpflichtet.

Bislang nicht erfasste Rentner werden daher möglicherweise bald zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert. Im schlimmsten Fall könnte es laut BDL sogar zu Steuernachzahlungen und Strafverfahren kommen. Die Rentenversicherungsträger sollen seit 2005 die Kontrollmitteilungen an die Finanzämter geben - und allmählich häufen sich nach Aussage von Nöll die Anrufe bei seinem Verband: «Wir rechnen 2009 mit einem Run, dann ist das Netz dicht.»

Viele Rentner wüssten immer noch nicht, dass sie ab einer gewissen Einkünftegrenze gesetzlich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Die meisten Rentner seien aber nicht betroffen. Denn wenn zum Beispiel nur eine Hauptverdienerrente und eine kleine etwa der Ehefrau bezogen wird, sorgen die beiden Freibeträge bei einer Durchschnittsrente dafür, dass keine Nachzahlung fällig wird.

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